Hohes Schloss
Highlights
- Das Hohe Schloss in Füssen ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen Bayerns.
- Heute beherbergt der Nordflügel eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit schwäbischer Spätgotik.
- Das Schloss beherbergt zudem die Städtische Galerie mit Werken der Münchner Malerschule und des 19. Jahrhunderts.
Tipps
- Das Hohe Schloss ist zu Fuß von der Altstadt Füssen in etwa fünf Minuten erreichbar.
- Die Burgkapelle und der Fallturm sind kostenlos zugänglich, innere Räume wie der Rittersaal erfordern Eintritt.
- Auf dem Schloss befinden sich Galerien mit Kunstwerken der Spätgotik sowie Gemälden der Münchner Malerschule.
Eigenschaften
Über Hohes Schloss
Das Hohe Schloss in Füssen zählt zu den bedeutendsten erhaltenden mittelalterlichen Burganlagen Bayerns und prägt maßgeblich das Stadtbild. Es thront auf einem Hügel über der Altstadt und ist sowohl architektonisch als auch geschichtlich von großer Bedeutung. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als Burg erbaut, entwickelte es sich unter den Fürstbischöfen von Augsburg zu einer repräsentativen Residenz mit wehrhaften Anlagen und prächtigen Ausstattungsteilen. Die spätgotische Baustruktur blieb weitgehend erhalten und prägt das Erscheinungsbild des Schlosses bis heute.
Die Geschichte des Schlosses reicht weit zurück. Bereits in der römischen Kaiserzeit gab es auf dem Gelände ein Kastell. Im Mittelalter wurde die Anlage in mehreren Bauabschnitten erweitert und umgebaut. Besonders unter Bischof Friedrich II. von Zollern im späten 15. Jahrhundert erhielt das Schloss sein heute noch erkennbares Gesicht durch prachtvolle Umbauten und Befestigungsanlagen. Spätere Nutzungen reichten vom Amtsgericht bis hin zu einem österreichischen Lazarett. Heute beherbergen Teile des Schlosses Museen, darunter eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit Werken der Spätgotik sowie die Städtische Galerie mit Kunst des 19. Jahrhunderts.
Die Schlossanlage gliedert sich in mehrere Bauteile, darunter der Nord- und Südflügel sowie die Veitskapelle, die als eine der höchstgelegenen Schlosskapellen Deutschlands gilt. Ein Teil der Burg ist barrierefrei zugänglich, während andere Bereiche aufgrund der historischen Substanz nicht uneingeschränkt betreten werden können. Zu den sehenswerten Elementen zählen unter anderem der prachtvoll gestaltete Rittersaal mit illusionistischen Malereien, Glasgemälden und Schnitzarbeiten sowie der Fallturm, der früher als Verlies diente. Vom Wehrgang aus besteht die Möglichkeit, den Torturm bis ins sechste Stockwerk zu besteigen und einen weiten Blick über Füssen und das angrenzende Umland zu genießen.
Das Hohe Schloss gilt als kulturelles Zentrum der Stadt und zieht Besucher mit seiner reichhaltigen Sammlung an Kunstwerken und historischen Räumen an. Neben den Dauerausstellungen werden regelmäßig Sonderausstellungen angeboten. Öffentliche Führungen finden zu bestimmten Zeiten statt, zudem können private Gruppenführungen nach Vereinbarung gebucht werden. Die unmittelbare Nähe zur Füssener Altstadt macht das Schloss zu einem zentralen Punkt für Besucher, die sich für Geschichte, Architektur und Kunst interessieren.