Christophoruskirche
Highlights
- Die Christophoruskirche in Altona-Nord wurde 1882–1884 als Kapelle für den Helenenstift erbaut.
- Seit 2009 ist sie als 'Kirche der Stille' ein Ort für Meditation und spirituelle Erneuerung.
- Das neugotische Backsteingebäude steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute stille Gottesdienste sowie kreative spirituelle Angebote.
Tipps
- Die Kirche der Stille in Altona ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet und bietet Raum für Meditation und Stille.
- Regelmäßige Angebote wie Tanzen, Singen oder Kontemplation finden im Kirchenjahr statt und können besucht werden.
- Die Räumlichkeiten eignen sich auch für Workshops, Seminare oder Konzerte und können dafür angemietet werden.
Eigenschaften
Über Christophoruskirche
Die Christophoruskirche in Altona-Nord ist ein neugotisches Backsteingebäude aus dem späten 19. Jahrhundert und zählt heute zur evangelisch-lutherischen Gemeinde Altona-Ost. Ursprünglich als Kapelle des Helenenstifts errichtet, ging das Gebäude nach der Auflösung des Stiftes in den Besitz der Hamburgischen Landeskirche über und wurde in Christophoruskirche umbenannt. Seit 2009 dient sie als „Kirche der Stille“ und steht unter Denkmalschutz.
Die Umwidmung zur Kirche der Stille markierte einen grundlegenden Wandel in der Nutzung: Statt traditioneller Gottesdienste mit Predigt stehen hier Meditation, Schweigen, Gesang und bewegtes Gebet im Mittelpunkt. Die Räumlichkeiten laden zur persönlichen Einkehr und zur Auseinandersetzung mit Glauben und Innerlichkeit ein. Neben Angebote wie Zen-Meditation, Qi Gong, Mantra-Singen oder Körpergebet finden regelmäßig Tagesseminare und spirituelle Veranstaltungen statt.
Besucher berichten von einer Atmosphäre, die sowohl zur Ruhe als auch zur leichten Bewegung einlädt. Die Kirche wird vielfach als Ort der Stille und des Lichts beschrieben, der sowohl im Winter durch die Fußbodenheizung als auch im Sommer durch angenehme Temperaturen einladend wirkt. Besondere Höhepunkte sind monatliche Tanzabende, bei denen gezielt Bewegung, Musik und Begegnung miteinander verbunden werden.
Die Geschichte der Kirche ist eng verknüpft mit der Schlesiergemeinde in Hamburg. Noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg diente sie als geistiges Zentrum für vertriebene Schlesier, was sich etwa in einer Gedenktafel und einer Messingfigur widerspiegelt. Diese Elemente erinnern bis heute an die Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung. Mit der Neuausrichtung als Meditationskirche hat sich das Profil gewandelt, doch die Tradition des betenden und singenden Umgangs mit Stille bleibt bestehen.
Die Kirche der Stille bietet ein breites kulturelles und spirituelles Programm, das sowohl Einzelne als auch Gruppen anspricht. Neben konfessionellen Angeboten werden auch interreligiöse Formate wie orthodoxe Gesänge oder ökumenische Friedensgebete angeboten. Die Räumlichkeiten sind montags bis freitags zu bestimmten Zeiten für Besuche geöffnet, in denen sich Menschen ungestört zurückziehen und in aller Stille aufhalten können.