Denkmal/Gedenkstätte

Pfarrkirche St. Konrad von Parzham

Koblenzer Str., 66333 Völklingen

Highlights

  • 1945–47 entstand aus einer hölzernen Essbaracke die Notkirche St. Konrad mit Glockenturm als Sakralbau.
  • Die Bildhauerin Inge Andler-Laurenz schuf 1987 das Bronzerelief ‚Sonnengesang‘ und Tabernakeltüren für die Kirche.

Tipps

  • Die Pfarrkirche St. Konrad von Parzham zeigt eine historische Architektur mit Umbauten aus dem 20. Jahrhundert, die aus einer ehemaligen hölzernen Essbaracke entstand.
  • Im Inneren befinden sich künstlerische Werke wie das Bronzerelief ‚Sonnengesang‘ von Inge Andler-Laurenz aus den 1980er Jahren sowie ein Tabernakel mit religiösen Darstellungen.
  • Die Bronzekerzenleuchter und weitere sakrale Kunstwerke ergänzen den sakralen Raum und bieten Einblicke in die lokale Kunstgeschichte des Saarlands.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Pfarrkirche St. Konrad Völklingen

Die Pfarrkirche St. Konrad von Parzham in Völklingen ist ein bedeutendes Beispiel sakraler Architektur und zeitgenössischer Kunst im Saarland. Ursprünglich als Notkirche aus einer hölzernen Essbaracke errichtet, wurde sie in den 1940er-Jahren um einen Glockenturm erweitert und zu einem zentralen Ort des Glaubenslebens in der Region umgestaltet. Die Kirche vereint historische Bescheidenheit mit moderner künstlerischer Gestaltung und spiegelt damit die Entwicklung der Nachkriegszeit wider.

Ein besonderes Highlight der Kirche ist das künstlerische Schaffen der Bildhauerin Inge Andler-Laurenz, die aus Völklingen stammt. Ihre Werke prägen den Innenraum: Das Bronzerelief „Sonnengesang“ von 1987, das Tabernakel mit seinen fein gearbeiteten Türen sowie die filigranen Kerzenleuchter aus Bronze sind beeindruckende Beispiele ihrer handwerklichen Meisterschaft. Die Werke verbinden sakrale Symbolik mit einer klaren, reduzierten Formensprache und unterstreichen die Verbindung von Tradition und Moderne.

Die Kirche dient nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Ort künstlerischer Präsentation. Im Zusammenhang mit dem Institut für aktuelle Kunst im Saarland wurde die Pfarrkirche bereits in verschiedenen Ausstellungen thematisiert, etwa in der Serie „schwarzundweiß“ oder in Projekten mit lokalen Künstlern. Diese Veranstaltungen zeigen, wie die Kirche als Raum für kulturellen Austausch und zeitgenössische Kunst fungiert – ein seltenes Beispiel für die Verschmelzung von Sakralbau und moderner Kunstszene.

Architektonisch besticht die Pfarrkirche durch ihre schlichte, aber funktionale Gestaltung. Der Umbau der ursprünglichen Notkirche in den 1940er-Jahren schuf einen bescheidenen, aber würdevollen Raum, der durch die späteren künstlerischen Ergänzungen an Ausdruckskraft gewann. Besonders die Bronzearbeiten Andler-Laurenzs wirken wie eine Hommage an die Handwerkskunst und die spirituelle Tiefe des Ortes. Für Besucher bietet die Kirche somit nicht nur eine historische Stätte, sondern auch eine Auseinandersetzung mit sakraler Kunst und regionaler Identität.

Die Pfarrkirche St. Konrad von Parzham ist damit ein faszinierendes Beispiel dafür, wie aus bescheidenen Anfängen ein Ort entstand, der sowohl als religiöses Zentrum als auch als Forum für zeitgenössische Kunst gilt. Sie steht für die Verbindung von regionaler Geschichte, künstlerischem Schaffen und lebendiger Tradition – ein Muss für alle, die sich für sakrale Architektur und lokale Kunstgeschichte interessieren.

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