Kirche/Kloster

Dorfkirche Kirch Grubenhagen

Teterower Str. 1, 17194 Vollrathsruhe-Kirch Grubenhagen

Highlights

  • Die Dorfkirche Kirch Grubenhagen stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zur Propstei Neustrelitz.
  • 1861 erhielt die Kirche einen neogotischen Altaraufsatz und eine Orgel mit Teilen aus dem 18. Jahrhundert.
  • In der Turmhalle befindet sich ein Grabstein für Karl Freiherr von Maltzahn, Förderer des Pferdesports in Deutschland.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Dorfkirche Kirch Grubenhagen

Die Dorfkirche Kirch Grubenhagen liegt im Ortsteil Kirch Grubenhagen der Gemeinde Vollrathsruhe im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie zählt zu den ältesten Sakralbauten der Region und ist ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Kirchenbaukunst. Der Kernbau stammt aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert und zeigt bereits früh die typischen Merkmale norddeutscher Feldsteinbauten. Ursprünglich verfügte die Kirche über einen Westturm, der mit einer Turmhalle aus Backstein errichtet wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Kirchenbau mehrfach umgestaltet und erweitert. Eine umfassende Sanierung im 19. Jahrhundert unter der Leitung von Karl von Maltzahn brachte entscheidende Veränderungen: So wurde eine dreiseitige Apsis angefügt und das Innere mit einer Holzdecke versehen, deren Strebewerk an die englische Gusseisenarchitektur angelehnt ist. Diese Konstruktion verleiht dem Kirchenraum optisch den Eindruck einer dreischiffigen Basilika. Die Kanzel aus dem frühen 18. Jahrhundert, die auf einer Mosesfigur ruht und mit Evangelistenreliefs verziert ist, stammt vom Rostocker Bildhauer Johann Vieregge.

Die Innenausstattung vereint verschiedene Epochen: Der neogotische Altaraufsatz mit einem Gemälde von August Theodor Kaselowsky sowie die Patronatsloge sind Werke der Restaurierung aus dem 19. Jahrhundert. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt die Lütkemüller-Orgel, die bei ihrem Bau auf ältere Pfeifen zurückgreift, darunter solche einer früheren Orgel von David Baumann. Die Kirche verfügt heute über ein restauriertes Dreiergeläut, das 1961 angeschafft und 2004 instand gesetzt wurde. Die ursprünglichen Glocken waren während des Ersten Weltkriegs der Kriegsrohstoffversorgung zugeführt worden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Epitaphien im Chor, die zwei Mitglieder des Adelsgeschlechts von Maltzahn ehren. Die kunstvoll geschnitzten Monumente mit Akanthusverzierungen, Wappen und allegorischen Figuren zählen zu den herausragenden Beispielen barocker Grabkunst in der Region. Eines der Epitaphe zeigt das Familienwappen von Moltzan, umgeben von den sechs Tugenden, das andere weist Apostelfiguren auf. Beide Gedenktafeln tragen lateinische Inschriften.

In den Jahren 1999 bis 2002 wurde die Kirche grundlegend saniert. Dabei erfolgte unter anderem die Dachneudeckung, die Fugung der Außenwände sowie die Stabilisierung des Turms. Auch der Innenraum wurde umfassend restauriert. Auf dem angrenzenden Friedhof befinden sich mehrere historische Grabstellen der Familie von Maltzan/Maltzahn, darunter auch der Gedenkstein für Karl Freiherr von Maltzahn, einen bedeutenden Förderer des Pferdesports in Deutschland. Die Dorfkirche Kirch Grubenhagen ist bis heute ein Ort der Ruhe und Besinnung und zieht Besucher mit ihrer architektonischen und künstlerischen Ausstrahlung an.

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