Galerie

KUNST AUF DER LIEGEWIESE

Faulerstraße 1, 79102 Freiburg im Breisgau

Highlights

  • Seit 1999 verwandelt ‚Kunst auf der Liegewiese‘ im Faulerbad Freiburg eine Grünfläche in eine offene Galerie mit wechselnden Skulpturen und Installationen.
  • Die Liegewiese am Rande der Altstadt zeigt seit 2001 auch Konzerte in der Badehalle – hier wurde das Schwimmbad selbst zum Klangkörper.
  • Dauerleihgaben und aktuelle Werke mischen sich auf der Liegewiese zwischen Faulerstraße und Autobahnzubringer zu einer urbanen Kunstlandschaft.

Tipps

  • Die Liegewiese des Faulerbades bietet ganzjährig über die Terrasse des Poolcafés einen direkten Zugang zu den ausgestellten Kunstwerken, unabhängig vom Badebetrieb.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst auf der Liegewiese – Galerie Freiburg

„Kunst auf der Liegewiese“ ist ein einzigartiges Kunstprojekt mitten in Freiburg im Breisgau, das seit seiner Gründung 1999 die grüne Oase am Faulerbad zu einem lebendigen Ausstellungsort macht. Initiiert von den Künstlern Jörg Siegele, Manfred Dörner und Peter Zimmermann, verwandelte das Projekt die Liegewiese des Bades – abgeschirmt durch eine hohe Mauer und dichte Hecken – in einen versteckten Raum für zeitgenössische Kunst. Besonders bemerkenswert ist die Integration der Kunst in den gesamten Badekomplex, der nicht nur Skulpturen, sondern auch Installationen, Wandobjekte und sogar Konzerte in der architektonisch ungewöhnlichen Badehalle beherbergte.

Die Liegewiese selbst, ein ruhiger Gegenpol zur lebhaften Altstadt, bietet seit den 1970er-Jahren eine grüne Alternative zum klassischen Freibad. Während sie für Badegäste im Frühling eine willkommene Erholungsfläche darstellt, wird sie für Kunstfreunde ganzjährig über das Poolcafé zugänglich. Die ausgestellten Werke – von zentnerschweren Skulpturen bis zu fragilen Elementen – reagieren auf den Ort und fordern Besucher auf, traditionelle Erwartungen an Kunst zu hinterfragen. Besonders die Nähe zur Wilhelmsstraße und zum Spielplatz verleiht den Installationen eine besondere urban-natürliche Ambivalenz.

Über Jahre hinweg diente die Badehalle selbst als Ausstellungsraum, in dem während der Sommerferien Wechselausstellungen und Konzerte stattfanden. Die Halle wurde dabei sogar als Klangkörper für Improvisationen genutzt, was die Verbindung von Kunst und Architektur auf eine neue Ebene hob. Heute wechseln die Exponate regelmäßig, wobei die Werke zwischen „Kunst im urbanen Raum“ und „Kunst in der Natur“ oszillieren – ein spannender Dialog zwischen menschlichem Schaffen und der unberührten Grünzone des Bades.

Ein besonderes Highlight ist die Stele von Manfred Dörner, die die Ursprünglichkeit des Steins mit sichtbaren menschlichen Eingriffen verbindet und so eine Brücke zwischen Natur und Kultur schlägt. Ergänzt wird das Angebot durch das neue Gastrokonzept „Poolbar“, das die kontemplative Atmosphäre der Liegewiese mit modernem Flair kontrastiert. Das Projekt zeigt, wie Kunst den Alltag bereichern kann – oft unauffällig, aber immer prägend.

„Kunst auf der Liegewiese“ bleibt damit ein verstecktes Juwel in Freiburg, das sich stets neu erfindet und Besucher zum Staunen und Nachdenken einlädt. Die ungewöhnliche Ausstellungssituation lädt dazu ein, Kunst nicht nur in Museen, sondern im direkten Lebensraum zu erleben – frei von Berührungsängsten und voller Überraschungen.

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