Plingenberger Steine
Highlights
- Die Plingenberger Steine sind das einzige erhaltene Großsteingrab der ehemals fünf Trichterbecherkultur-Anlagen bei Vrees.
- Das Grab stammt aus dem Mittelneolithikum und zählt heute als Einzeldenkmal mit geschichtlicher Bedeutung.
- Sechs Wandsteine, zwei Decksteine und ein Decksteinbruchstück sind heute noch vorhanden.
Tipps
- Die Plingenberger Steine liegen nördlich von Vrees im Waldgebiet nahe des Gehlenberger Wegs.
- Von den ursprünglich fünf Großsteingräbern ist heute nur noch eines erhalten.
- Erhaltene Reste umfassen sechs Wandsteine, zwei Decksteine und ein Bruchstück.
Eigenschaften
Ausflug Natur Plingenberger Steine Vrees
Die Plingenberger Steine in Vrees im Landkreis Emsland sind das letzte erhaltene Großsteingrab der einst zahlreichen jungsteinzeitlichen Grabanlagen der Trichterbecherkultur in der Region. Die archäologische Stätte, auch bekannt unter der Sprockhoff-Nummer 821, liegt im Langen Sand nördlich des Ortes inmitten eines Waldgebietes in unmittelbarer Nähe zum Gehlenberger Weg. Ursprünglich zählte die Gegend um Vrees mindestens fünf Großsteingräber, von denen heute nur dieser eine Zeuge der prähistorischen Bestattungskultur geblieben ist. Die anderen Anlagen wurden im Laufe der Jahrhunderte größtenteils für Baumaßnahmen, etwa den Kirchenbau, abgetragen.
Das erhaltene Grab 1 zeigt eine nordwest-südöstlich ausgerichtete Kammer mit einer Länge von mindestens zehn Metern und einer Breite von zwei Metern. Bei seiner Erfassung im frühen 20. Jahrhundert waren nur noch sechs der ursprünglich 15 Wandsteine vorhanden, wobei fünf davon noch an ihrem ursprünglichen Platz verblieben. Dazu kommen zwei fast vollständige Decksteine sowie ein Bruchstück eines dritten. Im Nordwesten des Geländes findet sich zudem der letzte erhaltene Stein des ehemaligen Steinkranzes, der einst die Grabanlage umgab. Die Hügelschüttung selbst ist heute nur noch schwer zu erkennen, was die Sichtung vor Ort erschwert.
Die übrigen Großsteingräber in der Gemeinde Vrees sind nahezu vollständig verschwunden. Grab 2, auch unter verschiedenen regionalen Namen bekannt, wurde bereits in der Mitte des letzten Jahrhunderts komplett abgetragen. Grab 3, Grab 4 und Grab 5 teilten ein ähnliches Schicksal – sie wurden durch menschliche Eingriffe, etwa im Zuge von Kirchenbauten oder landwirtschaftlichen Arbeiten, zerstört. Funde aus diesen Grabungen, insbesondere aus Grab 5, gelangten in das Museum in Meppen und zeugen noch heute von der kulturellen Bedeutung dieser Anlagen.
Die Plingenberger Steine stehen unter Denkmalschutz und sind als Einzeldenkmal im Niedersächsischen Denkmalverzeichnis aufgeführt. Sie gelten als geschichtlich bedeutend und bieten einen seltenen Einblick in die Bestattungsbräuche der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur. Die archäologische Relevanz des Ortes wird durch verschiedene wissenschaftliche Publikationen belegt, darunter Aufzeichnungen von Ernst Sprockhoff sowie regionalgeschichtliche Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Heute laden die Steine zu einer ruhigen, lehrreichen Wanderung in die Urgeschichte Niedersachsens ein.
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Häufige Fragen zu Plingenberger Steine
Was sind die Plingenberger Steine?
Quelle: wikipedia
Wo befinden sich die Plingenberger Steine?
Quelle: wikipedia
Wie viele Steine des Grabes sind heute noch erhalten?
Quelle: website
Warum wurden andere Großsteingräber in Vrees zerstört?
Quelle: wikipedia
Welche Bedeutung haben die Plingenberger Steine heute?
Quelle: website