Kirche/Kloster

Heuwinklkapelle

Heuwinklstraße 58, 82377 Iffeldorf

Highlights

  • Die Heuwinklkapelle in Iffeldorf entstand 1698–1701 als Rundbau mit Kuppel und Zwiebeltürmchen nach Plänen von Klosterbaumeister Johann Schmuzer.
  • Ihre Entstehung ging auf eine spätgotische Marienstatue zurück, die 1672 in einer hohlen Eiche auf dem Hey Bichl verehrt wurde und später die Wallfahrt begründete.
  • Die Kapelle wurde im Barockzeitalter erbaut, nachdem die ursprüngliche Gebetsstätte zu klein für die Pilger wurde und ein Großfeuer 1698 die Pfarrkirche zerstörte.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache Anfahrt und sicheren Halt in unmittelbarer Nähe zur Kapelle.
  • Die barocke Architektur der Kapelle aus dem frühen 18. Jahrhundert zeigt prägende Elemente wie Kuppel und Zwiebeltürmchen.
  • Die Verehrung der spätgotischen Marienstatue, die ursprünglich im Pfarraltar stand, bildet den historischen Kern der Wallfahrtsstätte.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Heuwinklkapelle Iffeldorf – Sakrale Kultur

Die Heuwinklkapelle in Iffeldorf ist ein beschauliches, aber historisch bedeutendes Sakralbauwerk, das tief in der Tradition des bayerischen Barocks verwurzelt ist. Der kleine, kuppelgekrönte Rundbau mit seinen beiden charakteristischen Zwiebeltürmchen entstand zwischen 1698 und 1701 auf Initiative des Wessobrunner Abtes Virgil Dallmayr. Der Klosterbaumeister Johann Schmuzer gestaltete das Gebäude im typischen Stil der Zeit – eine harmonische Verbindung aus sakraler Andacht und künstlerischem Ausdruck, die bis heute fasziniert.

Der Ursprung der Kapelle liegt in einer spätgotischen Marienstatue, die ursprünglich auf dem Hochaltar der Pfarrkirche stand und bis 1615 dort verehrt wurde. Zwei Generationen später, im Jahr 1672, ließ Pfarrer Bartholomäus Wölz das Bildnis der „Lieben Frau“ in einer hohlen Eiche auf dem „Hey Bichl“ ausstellen – ein Zeichen der wallfahrtsbegeisterten Zeit. Doch die kleine Gebetsstätte wurde bald zu klein, weshalb unter Abt Dallmayr die heutige Kapelle erbaut wurde. Ihr Standort markiert nicht nur einen spirituellen Ort, sondern auch eine enge Verbindung zwischen dem Kloster Wessobrunnen und der Hofmark Iffeldorf, die seit 1653 bestand.

Ein rätselhaftes Ereignis prägte die Entstehungsgeschichte: Nur wenige Wochen nach der Grundsteinlegung brach in Iffeldorf ein verheerendes Großfeuer aus, das die gotische Pfarrkirche und zahlreiche Wohnhäuser zerstörte. Ob dies als Zeichen gedeutet wurde oder ob der Neubau der Kapelle als Dank oder Schutzmaßnahme entstand, bleibt Spekulation – doch die Kapelle überstand die Jahrhunderte als stille Zeugin der lokalen Geschichte. Ihr barocker Charme und die ruhige Lage machen sie bis heute zu einem Ort der Besinnung und des Andachts.

Mit einem Google-Rating von 4,8 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt die Heuwinklkapelle als beliebter Ausflugsort für Kultur- und Sakralinteressierte. Der rollstuhlgerechte Parkplatz unterstreicht zudem die Zugänglichkeit des Ortes. Die Kapelle lädt ein, in der Stille der Natur und des sakralen Raums innezuhalten – ein kleines Juwel der bayerischen Frömmigkeitsgeschichte mitten im ländlichen Iffeldorf.

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