Denkmal/Gedenkstätte

Sebastian Tauschinger

Am Museum 1, 82377 Penzberg

Highlights

  • Sebastian Tauschinger lebt in Penzberg und engagiert sich dort kulturell.
  • Er unterstützt lokale Initiativen und die Darstellung regionaler Geschichte.
  • Tauschinger setzt sich für den Erhalt kultureller Identität in Penzberg ein.

Tipps

  • Im Anschluss an den Museumsbesuch lohnt sich eine Radtour auf den Spuren des »Blauen Reiters« durch das Alpenvorland mit kulinarischen und kulturellen Stationen.
  • Am 14. Juni 2026 findet ein Sommerfest zum 10-jährigen Bestehen des Museums statt – mit Musik, Vorträgen und freiem Eintritt, Dresscode: BLAU.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Sebastian Tauschinger

Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk widmet sich dem Leben und Werk des expressionistischen Malers Heinrich Campendonk, der als jüngstes Mitglied der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ international Beachtung fand. In unmittelbarer Nähe zur Karlstraße präsentiert sich das Museum in einem markanten Gebäudekomplex: Im historischen Kern verbirgt sich ein ehemaliges Bergarbeiterhaus, das denkmalgeschützt wurde und nun als Träger der Stadtgeschichte dient. Daneben erhebt sich seit 2016 ein zeitgenössischer Zwillingsbau mit dunkler Klinkerfassade, der durch seine architektonische Sprache eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.

Die Sammlung beherbergt die weltweit größte Zusammenstellung von Werken Heinrich Campendonks. Zu sehen sind beeindruckende Gemälde, Aquarelle sowie vor allem Hinterglasbilder, die durch ihre leuchtenden Farben und abstrakte Formen faszinieren. Campendonk kam aus dem Rheinland nach Bayern und fand in der Bergwerksstadt Penzberg reichhaltige Motive: Koloniehäuser, Schornsteine und Förderanlagen prägten sein künstlerisches Schaffen. Seine Verbindung zur Region spiegelt sich nicht nur in seinen Landschaftsdarstellungen wider, sondern auch in der Auseinandersetzung mit dem lokalen Leben und der industriellen Kultur.

Neben der Kunstgeschichte spielt die Stadtgeschichte von Penzberg eine tragende Rolle im Museum. Im Altbau wurde eine Bergarbeiterwohnung aus dem frühen 20. Jahrhundert originalgetreu rekonstruiert. Sie vermittelt anschaulich, wie eng die Lebensräume der Bergleutefamilien waren und welchen sozialen Wandel die Stadt durchlief. Ebenso zentral ist die Dauerausstellung zur „Penzberger Mordnacht“ im April 1945, bei der 16 Zivilisten von nationalsozialistischen Fanatikern ermordet wurden. Eine stimmungsvoll gestaltete Installation sowie ergänzende Medien geben Einblicke in dieses dunkle Kapitel der Stadtgeschichte und würdigen das mutige Handeln der Opfer.

Das Museum versteht sich als kultureller Anlaufpunkt, der sowohl regionale Identität bewahrt als auch internationale Kunstvermittlung betreibt. Neben wechselnden Sonderausstellungen, darunter thematisch fokussierte Präsentationen zu Campendonks Werk, bietet es regelmäßig Führungen, Workshops und kulturelle Veranstaltungen an. Besucherinnen und Besucher erhalten so vielfältige Zugänge zur Kunst wie zur Geschichte der Region – kompakt, informativ und emotional berührend.

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