Überwaldmuseum
Highlights
- Das Überwaldmuseum in Wald-Michelbach zeigt historische Fachwerkbauten und Alltagskultur der Region.
- Schwerpunkte sind Bergbau, Handwerk und ländliche Lebensweise im Überwald.
- Besonderheiten: Mineraliensammlung und eines der größten Kleiderbügelmuseen Deutschlands.
Tipps
- Das Museum ist in einem historischen Fachwerkrathaus aus dem Jahr 1594 untergebracht und zeigt Arbeitswelt und Alltag der Region.
- Interessante Exponate umfassen eine Küferwerkstatt, Bergbauutensilien und eine umfangreiche Mineraliensammlung.
- Im Karrillon-Zimmer wird der Wald-Michelbacher Schriftsteller Adam Karrillon gewürdigt.
Eigenschaften
Über Überwaldmuseum
Das Überwaldmuseum befindet sich im historischen Fachwerkrathaus von Wald-Michelbach und zählt zu den kulturellen Schwerpunkten der Region im Odenwald. Es wird vom Überwälder Museums- und Kulturverein betrieben, der sich für die Erhaltung und Vermittlung regionaler Geschichte, Handwerkskultur und Traditionen engagiert. Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Zeugnis vergangener Epochen und beherbergt in seinen Räumen vielfältige Ausstellungen zur Alltagskultur der Region.
Die Schwerpunkte der Sammlung liegen auf der Darstellung der ehemaligen Arbeitswelt im Überwald. Thematisch reichen die Exponate von der Imkerei und Hausschlachtung bis hin zu verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten wie Sattlerei, Schuhmacherei und Schneiderei. Besonders sehenswert ist die erhaltene Küferwerkstatt des letzten Küfers des Ortes, Georg Gassert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bergbau in der Region, insbesondere auf dem Abbau von Eisenerz, Mangan und Schwerspat. Im ehemaligen Ratssaal werden außerdem die Nutzung des Waldes sowie traditionelle Tätigkeiten wie Köhlerei, Korbmacherei und Steinbearbeitung thematisiert.
Im Obergeschoss des Museums befindet sich eine umfangreiche Mineraliensammlung mit Fundstücken aus der näheren Umgebung. Diese stammen größtenteils aus der Privatsammlung des früheren Bergwerksdirektors Vollmer und verdeutlichen die geologische Vielfalt der Gegend. Einen besonderen Stellenwert innerhalb der Ausstellung hat das Kleiderbügelmuseum, das über 500 verschiedene Bügel in unterschiedlichsten Formen und Materialien zeigt. Ein Großteil dieser Sammlung stammt aus den ehemaligen Coronet-Werken in Wald-Michelbach.
Ein eigener Bereich des Museums ist dem Schriftsteller Adam Karrillon gewidmet, der in Wald-Michelbach geboren wurde und als erster Träger des Büchner-Preises sowie des Schiller-Preises gilt. Im Karrillon-Zimmer werden Aspekte seines Lebens und Werkes vorgestellt. Im Foyer des Museums sind zudem historische Grenzsteine wie der „Adlerstein“ von 1792 zu sehen, und eine eingerichtete Dorfschule veranschaulicht die schulische Bildung vergangener Zeiten.