Mariä Geburt
Highlights
- Die Pfarrkirche Mariä Geburt in Nittenau wurde 1779 nach einem Brand neu erbaut und behielt Turm und Apsis des Vorgängerbaus.
- Seit 1730 ist Fischbach eigenständige Pfarrei, deren Besetzungsrecht bis heute die Grafen von der Mühle-Eckart ausüben.
- Die Kirche Mariä Geburt in Nittenau wurde im 20. Jahrhundert mehrfach erweitert, um wachsende Gläubigenzahlen zu bedienen.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in die Pfarrkirche Mariä Geburt.
- Ein barrierefreier Parkplatz in unmittelbarer Nähe erleichtert die Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
- Die historische Architektur mit Apsis und oktogonalem Ziegelbau bietet Einblicke in die Baugeschichte des 18. Jahrhunderts.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in Nittenau: Mariä Geburt entdecken
Die Pfarrkirche Mariä Geburt in Nittenau ist ein prägendes sakrales Bauwerk des Ortes und ein Zeugnis jahrhundertelanger kirchlicher Tradition. Die Kirche entstand nach einem verheerenden Brand im Jahr 1779 als Ersatz für die alte Pfarrkirche und vereint in ihrem Erscheinungsbild Elemente barocker und klassizistischer Architektur. Besonders auffällig ist der erhaltene älteste Teil mit der Apsis sowie der markante Turm, der seit der Neuzeit als städtebauliches Wahrzeichen gilt. Um der wachsenden Gemeinde gerecht zu werden, wurde der Kirchenbau im Laufe der Zeit mehrfach erweitert – zuletzt durch ein oktogonales Ziegelbauwerk mit zeltförmigem Dach, das dem Gebäude eine moderne, aber harmonische Gestalt verlieh.
Die Geschichte der Pfarrei Mariä Geburt reicht weit zurück und ist eng mit der Region verbunden. Ursprünglich unterstand die Pfarrei dem Stift Sankt Emmeram in Regensburg, behielt aber nach der Übernahme durch die Wittelsbacher im 13. Jahrhundert ihr Präsentationsrecht. Bis ins 20. Jahrhundert erstreckte sich ihr Einflussbereich über weite Teile des heutigen Pfarreigebiets hinaus, darunter auch die Orte Neukirchen-Balbini, Penting, Kirchenrohrbach und Bruck. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Pfarrei selbständig, wobei der Pfarrsitz zeitweise nach Walderbach verlegt wurde. Das Jakobspatrozinium der Kirche deutet auf ihre Lage an einer historischen Heerstraße hin, was ihre Bedeutung für die regionale Pilger- und Handelswege unterstreicht.
Im Inneren der Kirche finden sich zahlreiche Kunstwerke und Reliquien, die von der reichen Geschichte der Pfarrei zeugen. Besonders hervorzuheben sind die historischen Patronate und die Verbindung zu adligen Familien wie den Grafen von Thürheim und später den Grafen von der Mühle-Eckart, die seit 1801 das Besetzungsrecht für die Pfarrei Fischbach – eine Filiale von Nittenau – innehaben. Die Kirche dient heute nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als kultureller Mittelpunkt, der durch moderne Erweiterungen wie Pfarrhof, Pfarrheim und Kindergärten in Nittenau und Fischbach ergänzt wurde. Diese Neubauten entstanden unter der Leitung von Pfarrer Adolf Schöls, der von 2012 bis 2023 die Pfarrei prägte.
Die Pfarrkirche Mariä Geburt ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiges Stück Heimatgeschichte. Mit ihrem barocken Kern und den späteren Anbauten spiegelt sie die Anpassungsfähigkeit der Kirche an die Bedürfnisse ihrer Gläubigen wider. Dank ihrer barrierefreien Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Eingang und Parkplatz – ist sie zudem für alle Besucher zugänglich. Die Kirche lädt ein, ihre Kunstschätze zu entdecken und sich mit der tief verwurzelten Tradition des Ortes zu verbinden.