Parks & Gärten

Auf den Hesseln bei Naumburg

34311 Naumburg

Highlights

  • Auf den Hesseln bei Naumburg ist ein 19,6 Hektar großes Naturschutz- und FFH-Gebiet im Landkreis Kassel.
  • Das Gebiet umfasst Kalkmagerrasen, Grünland und den Ballenbach sowie einen ehemaligen Muschelkalksteinbruch.
  • Es beherbergt seltene Pflanzen und Tiere wie Zauneidechsen, verschiedene Schmetterlinge und naturnahe Kalktrockenrasen.

Tipps

  • Das Gelände ist ideal für Beobachtungen von Kalkmagerrasen und deren typischen Pflanzenarten wie Hornklee oder Traubengamander.
  • Ein Teil des Gebiets wird durch traditionelle Schafbeweidung gepflegt, was zur Erhaltung seltener Lebensräume beiträgt.
  • Der nahegelegene Ballenbach bietet Gelegenheit zur Beobachtung von Auenwäldern und typischen Feuchtbiotopen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Auf den Hesseln bei Naumburg

Auf den Hesseln bei Naumburg ist ein Naturschutz- und FFH-Gebiet in der hessischen Kleinstadt Naumburg im Landkreis Kassel. Es liegt südöstlich der Ortschaft im Naturpark Habichtswald und erstreckt sich über eine Fläche von rund 20 Hektar. Das Gebiet wurde offiziell unter Naturschutz gestellt und ist nahezu deckungsgleich mit dem gleichnamigen FFH-Gebiet. Es umfasst verschiedene Lebensraumtypen, darunter Kalkmagerrasen, Grünlandflächen sowie Teile des Ballenbachtals.

Die Fläche besteht überwiegend aus nach Süden und Osten exponierten Hängen, die teilweise als artenreiche Kalkmagerrasen ausgebildet sind. Diese Flächen werden traditionell durch Schafbeweidung gepflegt, während andere Bereiche als Mähwiesen genutzt werden. Zu den typischen Pflanzenarten der Magerrasen zählen unter anderem Milder Mauerpfeffer, Dunkles Hornkraut, Feinblättrige Miere, Gewöhnlicher Natternkopf, Traubengamander sowie verschiedene Moose, Flechten und Knäuelglockenblumen. Im Bereich der Magerrasen sind zudem zahlreiche Wacholderbüsche zu finden.

Der Ballenbach durchfließt das Naturschutzgebiet und wird von einem schmalen Gehölzstreifen begleitet, der hauptsächlich aus Schwarzerle, Esche und verschiedenen Weidenarten besteht. Diese Ufervegetation entspricht dem Lebensraumtyp der Auenwälder. In der Krautschicht dominieren stellenweise die Brennnessel sowie andere feuchte Liebhaberarten wie Hainsternmiere, Großes Hexenkraut und Waldsimse. Im Norden des Gebiets befindet sich ein stillgelegter Muschelkalksteinbruch, in dessen Senke sich einst ein temporäres Gewässer befand, das von Amphibien als Laichplatz genutzt wurde.

Das Areal beherbergt eine Vielzahl seltener Tierarten. Zu den nachgewiesenen Arten gehören unter anderem der Hufeisenklee-Gelbling, der Schachbrett-Schmetterling, der Silbergrüne Bläuling sowie verschiedene Dickkopffalter. Eine kleine Population der Zauneidechse konnte hier ebenso nachgewiesen werden. Die ehemaligen Laichgewässer im Steinbruch sind heute weitgehend durch Binsenbewuchs verlandet, wodurch der Lebensraum für Kreuzkröten und Gemeine Geburtshelferfrösche nicht mehr nutzbar ist.

Das Naturschutzgebiet ist landschaftlich geprägt durch seine offenen Magerrasen, das Flussufer des Ballenbachs und den ehemaligen Steinbruch. Es grenzt im Osten an eine Landesstraße und ist ansonsten nahezu vollständig von landwirtschaftlichen Flächen umgeben. Die Erhaltung und Pflege des Gebiets erfolgt im Rahmen von FFH-Maßnahmenplänen, die von der zuständigen Naturschutzbehörde erarbeitet wurden.

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