Hellsee
Highlights
- Der Hellsee ist ein rund zwei Kilometer langer Rinnensee südöstlich von Lanke im Landkreis Barnim.
- Er gehört zur von der Weichseleiszeit geformten Seenkette zwischen Wandlitz und Biesenthal.
- Am Nordostufer des Sees liegt eine künstliche Insel mit einem zerstörten Grabmal der Familie Wülknitz.
Tipps
- Der Wanderweg um den Hellsee ist gut ausgeschildert und bietet mit etwa 7 Kilometern eine abwechslungsreiche Strecke durch die Natur.
- Im Herbst besticht die Gegend durch ihre Laubfärbung, im Sommer können verschiedene Badestellen genutzt werden.
- Öffentliche Verkehrsmittel sind eine Option, allerdings kann es durch Umstiege und Verspätungen zu Unannehmlichkeiten kommen.
Eigenschaften
Über Hellsee
Der Hellsee liegt im Südosten des Ortes Lanke im Landkreis Barnim in Brandenburg. Der rund zwei Kilometer lange Rinnensee ist Teil einer von der Weichseleiszeit geformten Landschaft und gehört zu einer Seenkette, die sich zwischen Wandlitz und Biesenthal erstreckt. Umgeben von Mischwald präsentiert sich der See mit einer Fläche von rund 42,91 Hektar. Die Breite variiert zwischen 40 und 300 Metern, die maximale Wassertiefe wird mit etwa 11 Metern angegeben. Im Norden des Sees entsteht durch Zuflüsse aus dem Obersee und der Krummen Lanke ein Sumpfgebiet, das von einem Steg durchquert wird. Ein zweites Sumpfgebiet befindet sich im Südosten. Der See entwässert über das Hellmühler Fließ bei der ehemaligen Hellmühle in Richtung Finow und letztlich zur Oder.
Der Hellsee lädt mit seiner landschaftlichen Vielfalt zu Wanderungen ein. Ein gut ausgeschilderter Rundweg von etwa sieben Kilometern führt um den gesamten See und verläuft dabei teilweise direkt an der Uferlinie entlang. Besonders das Nordostufer besticht durch seine Nähe zum Wasser und die reizvolle Mischung aus Wald, Wiese und Feuchtgebieten. Hier verläuft der Weg als Teil des 66-Seen-Wanderweges und führt an einer künstlichen Insel vorbei, die durch einen Graben vom Ufer getrennt ist. Auf der Insel befindet sich ein historisches Grabmal der Familie Wülknitz, das allerdings durch Vandalismus stark beschädigt wurde. Ursprünglich war die Insel über eine Brücke erreichbar, die heute nicht mehr existiert.
Am östlichen Ufer des Sees steht die ehemalige Hellmühle, die bereits im Mittelalter urkundlich erwähnt wurde. Über Jahrhunderte hinweg wechselte der Besitz der Mühle mehrfach, bis sie schließlich in der DDR als Landschulheim und später als Jugendherberge genutzt wurde. Seit den 1990er Jahren steht das Gebäude leer, wird aber inzwischen wieder saniert. In unmittelbarer Nähe zur Mühle befindet sich zudem der Beginn des ehemaligen Schlossparks Lanke, der im 19. Jahrhundert nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt wurde und heute in Teilen verwildert ist. Der Park wird vom Rundweg um den Hellsee durchquert und lädt zu ruhigen Pausen ein.
Der Hellsee ist sowohl im Sommer als auch im Herbst eine sehenswerte Destination. Im warmen Jahreszeit bieten sich mehrere Badestellen am Ufer an, während sich im Herbst die Umgebung durch farbenfrohe Laubfärbungen auszeichnet. Die gut ausgebaute Wanderinfrastruktur, die abwechslungsreiche Natur und die historischen Elemente rund um den See machen ihn zu einem lohnenswerten Ziel für Naturliebhaber und Spaziergänger. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist möglich, erfordert jedoch gelegentlich Umstiege, wie Reisende berichten.