Simeonkirche - Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bramfeld
Highlights
- Die Simeonkirche (1913/1914 erbaut) im Heimatschutzstil ist eine der beiden Kirchen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bramfeld und als ‚Kinderkathedrale‘ gestaltet.
- Barrierefrei zugänglich mit rollstuhlgerechtem Eingang, Parkplatz und WC – Teil der 1947 gegründeten Simeon-Kirchengemeinde im Nordteil Bramfelds.
- Schwerpunkt auf Kinder und Familien: Drei Kitas, musikalische Früherziehung (Orff-Instrumente) und inklusive Angebote wie Erzählkirche in den Gemeinderäumen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Simeonkirche.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Kirchengebäudes zur Verfügung und erleichtert die Anreise.
- Die Simeonkirche verfügt über ein behindertengerechtes WC, das für alle Gäste zugänglich ist und eine angenehme Nutzung gewährleistet.
Eigenschaften
Simeonkirche Bramfeld: Sakrale Kultur in Wandsbek
Die Simeonkirche in Bramfeld, einem Stadtteil von Wandsbek, ist ein prägendes Wahrzeichen der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bramfeld. Entstanden aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Thomas-, Oster- und Simeon-Gemeinden, vereint sie heute eine lebendige Gemeindearbeit mit zwei architektonisch unterschiedlichen Kirchengebäuden: der markanten Osterkirche an der Kreuzung Steilshooper Allee und der als „Kinderkathedrale“ gestalteten Simeonkirche am Stühm-Süd. Besonders auffällig ist die Simeonkirche durch ihre moderne, kindgerechte Gestaltung, die sie zu einem besonderen Ort für Familien und Kinder macht.
Die Geschichte der Simeonkirche reicht bis in die Nachkriegszeit zurück. Bereits 1947 wurde ein zweiter Pfarrbezirk nördlich der Osterkirche eingerichtet, der das Gebiet „des Stühms“ umfasste. Die Kirche selbst entstand in den folgenden Jahren und erhielt ihren Namen erst später – die ursprüngliche Inschrift auf der Taufschale wurde erst nachträglich durch den Gürtlermeister ergänzt. Die Gemeinde entwickelte sich parallel zu anderen Kirchen in der Region, etwa der Lutherkirche in Wellingsbüttel, und wurde 1967 als eigenständige Simeon-Gemeinde gegründet. Seitdem prägt sie das kulturelle und spirituelle Leben Bramfelds.
Architektonisch fällt die Simeonkirche durch ihren Heimatschutzstil auf, der norddeutsche Barock- und Klassizismuselemente vereint. Besonders bemerkenswert sind die historischen Schießscharten an der Fassade, die vermutlich auf eine Schießerei im Zweiten Weltkrieg zurückgehen. Das Gebäude wurde 1953 eingeweiht, wobei der Abend der Feier auch die Uraufführung der *Thomas-Kantate* von Dieter Einfeldt mit der Kantorei unter Hartmut Kühne begleitete. Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Raum für Begegnung und Bildung.
Ein besonderer Schwerpunkt der Kirchengemeinde liegt auf der Arbeit mit Kindern und Familien. Neben drei Kindertagesstätten bietet die Simeonkirche die „Kinderkathedrale“ als spielerischen Raum für religiöse und musikalische Früherziehung. Im Rahmen der *Musikalischen Früherziehung* lernen Kinder ab dem Kindergartenalter spielerisch mit Orff-Instrumenten wie Handtrommeln, Triangeln oder Rasseln umzugehen. Die Kurse sind inklusiv und barrierefrei gestaltet, was die Kirche zu einem weltoffenen Ort macht. Auch die „Erzählkirche“ als Projektwoche fördert kreative und interaktive Formen der Vermittlung.
Seit ihrer Gründung war die Simeonkirche stets von engagierten Pastoren geprägt, darunter Pastorinnen wie Andrea Simowski, Ebba Witt oder Brit Borghardt, die das Gemeindeleben mitgestaltet haben. Bis heute bleibt die Kirche ein Ort der Tradition und des Wandels – mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Menschen in Bramfeld. Ob als Gottesdienstraum, Bildungsort oder Treffpunkt für Familien: Die Simeonkirche ist ein zentraler Ankerpunkt im Stadtteil und ein Beispiel für lebendige Kirchgemeindearbeit in Hamburg-Wandsbek.