St. Stephan
Tipps
- Die Kirche St. Stephan in Wandsbek lädt zum Entspannen und Lesen in ruhiger Atmosphäre ein.
- Am Sonntag erklingt das Glockengeläut und sorgt für ein heimeliges Gefühl inmitten der Stadt.
- Der markante Kirchturm bietet Gruppenräume und das Innere zeigt Werke des Bildhauers Siegfried Assmann.
Eigenschaften
Über St. Stephan
Die evangelisch-lutherische Kirche St. Stephan befindet sich im Hamburger Stadtteil Wandsbek, genauer in der Gartenstadt Wandsbek, an der Kreuzung der Stephanstraße mit der Tilsiter Straße. Sie wurde in den Jahren 1955 bis 1956 unter der Leitung des Architekten Horst Fischer erbaut und ist somit ein Beispiel für den Kirchenbau der Nachkriegszeit. Die Einweihung erfolgte im November 1956 durch Bischof Wilhelm Halfmann. Das Gebäude ist als Hallenkirche konzipiert und bietet über 300 Sitzplätze. Besonders auffällig ist der rechteckige Grundriss, der sich in Ost-West-Richtung erstreckt und durch zwei Erker im Westen für den Eingang sowie die Taufkapelle ergänzt wird.
Der Innenraum der Kirche wird geprägt von Werken des Bildhauers Siegfried Assmann. Dazu gehören das große Eichenkreuz an der Ostwand, die Kanzel, die Apostelfiguren sowie das farbige Buntglasfenster in der Westwand, das musizierende Engel darstellt. Auch das Taufbecken und ein Relief in der Taufkapelle stammen von Assmann. Besonders erwähnenswert ist die nicht zentrale Anordnung des Altars unter dem überdimensionalen Kruzifix. Im Jahr 1961/62 wurde der Kirche zudem ein markanter Turm hinzugefügt, der auch Gruppenräume beherbergt. Die Außenfassade ziert ein Mosaik von Assmann, das die Steinigung des Heiligen Stephan zeigt.
Die Kirche verfügt über ein aktives musikalisches Leben. Seit der Gründung der Kantorei im Jahr 1959 steht anspruchsvolle Kirchenmusik im Programm. Bekannt sind zudem der Männerchor „Quartett Mozart“, ein Kindermusiktheater und eine Brassband. Die Orgel mit 18 Registern wurde 1958 von E.F. Walcker & Cie. erbaut und später von Rudolf von Beckerath überarbeitet. Das ursprüngliche Glockengeläut wurde 1977 durch drei Bronzeglocken aus der Heidelberger Glockengießerei ersetzt. Die kleinere der beiden Vorgänger-Stahlglocken ging ins Lager Friedland, während die andere aufgrund von Schäden eingeschmolzen wurde.
St. Stephan ist nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein kultureller Anziehungspunkt in der Region Wandsbek. Die Kirche wird regelmäßig für Gottesdienste, Konzerte und Gemeindeveranstaltungen genutzt. Die ruhige Atmosphäre im Innenraum bietet zudem Raum für persönliche Besinnung. Besucher schätzen die freundliche Atmosphäre und die offene Haltung der Gemeinde. Auch das wöchentliche Glockengeläut wird als angenehmes Element des Stadtgefühls wahrgenommen, besonders für Anwohner in der Nachbarschaft.