Archäologische Stätte

Großsteingrab Wanna 3

Am Hohen Kopf 3, 21776 Wanna, Deutschland

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Großsteingrab Wanna 3

Das Großsteingrab Wanna 3 ist eine bedeutende archäologische Stätte in der Gemeinde Wanna im Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen. Es zählt zu den Großsteingräbern der Trichterbecherkultur und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der vor- und frühgeschichtlichen Besiedlung der Region. Die Anlage liegt im Ortsteil Westerwanna und ist Teil eines größeren archäologischen Fundgebiets, das auch das benachbarte Großsteingrab Wanna 10, auch Kronskark genannt, umfasst. Diese Megalithanlagen sind über 5.000 Jahre alt und wurden als Grabstätten für wichtige Persönlichkeiten der damaligen Zeit genutzt.

Die Struktur des Großsteingrabs besteht aus einem Ganggrab mit steinernem Kammerbau, umgeben von einem Hünenbett aus Großblöcken. Solche Anlagen sind charakteristisch für die Jungsteinzeit und spiegeln das komplexe Glaubens- und Bestattungswesen jener Zeit wider. Das Großsteingrab Wanna 3 ist eng mit der Kulturlandschaft des Landes Hadeln verbunden, in dem es durch seine geologische und historische Besonderheit auffällt. Die Region ist bekannt für ihre Moorlandschaften, die heute unter Naturschutz stehen und zu den größten Hochmooren des Landkreises Cuxhaven zählen.

Obwohl das Großsteingrab selbst nicht direkt erschlossen ist für touristische Zwecke, liegt es in unmittelbarer Nähe zum MoorInformationsZentrum (MoorIZ) in Ahlen-Falkenberg. Dort können Besucher mehr über die Moorlandschaft, ihre Entstehung und Bedeutung erfahren. Eine historische Moorbahn, die ursprünglich für den Torfabbau genutzt wurde, fährt heute als Erlebnisfahrt durch das Moor und bietet Einblicke in die einzigartige Flora und Fauna der Region. Diese Verbindung von Archäologie und Naturerlebnis macht die Gegend um Wanna zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.

Die Gemeinde Wanna selbst liegt im Niederelbegebiet, etwa 20 Kilometer südöstlich von Cuxhaven. Sie ist geprägt von ländlicher Idylle, historischen Spuren und einer reichhaltigen Vergangenheit. Neben den Großsteingräbern ziehen auch das Heimatmuseum, die evangelische Kirche St. Georg in Westerwanna sowie verschiedene kulturhistorische Exponate aus der Bronze- und Eisenzeit Besucher an. Die archäologischen Fundstellen rund um Wanna, darunter das Großsteingrab Wanna 3, sind Zeugnisse einer tiefen menschlichen Präsenz in der Region, die weit vor der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1139 zurückreicht.

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