Festplatz "Strülleken" - Schützenkompanie Dinschede
Highlights
- Der Festplatz ‚Strülleken‘ ist seit 1959 als traditioneller Schützenfestplatz der Kompanie Dinschede genutzt und wurde damals aufgefüllt und verrohrt.
- Seit 1977 wird hier jährlich ein Kinderkönigspaar ausgeschossen – ein fester Bestandteil der Dinscheder Schützenbräuche.
- Der Platz diente auch als Versammlungsort der Kompanie und ist eng mit der Geschichte der Schützenkompanie Dinschede seit 1924 verbunden.
Tipps
- Auf dem Gelände werden seit 1977 jährlich Kinderkönigspaare in einer festlichen Schießveranstaltung ermittelt, was einen besonderen Familienfokus darstellt.
- Der Platz wurde in den 1950er-Jahren als Festgelände ausgebaut und verfügt über eine langjährige Nutzung für schützenspezifische Veranstaltungen wie Sommerfeste und Königswahlen.
Eigenschaften
Ausflug: Schützenfestplatz Strülleken – Kulturdenkmal Arnsberg
Der Festplatz „Strülleken“ der Schützenkompanie Dinschede in Arnsberg ist ein historisch bedeutsamer Ort mit tiefen Wurzeln in der regionalen Brauchtumspflege. Der Name „Strülleken“ bezieht sich auf einen natürlichen Platz, der seit den 1950er-Jahren als zentraler Versammlungs- und Festort der Kompanie genutzt wird. Eine entscheidende Weichenstellung erfolgte 1959, als die Dinscheder Schützen beschlossen, den Bereich zu verrohren und aufzufüllen, um ihn als dauerhaften Festplatz auszubauen. Seitdem dient der Ort als Schauplatz für Schützenfeste, Königswahlen und Gemeinschaftsveranstaltungen – ein Symbol für den Zusammenhalt der Kompanie.
Die Schützenkompanie Dinschede hat ihre Traditionen bereits im frühen 20. Jahrhundert geprägt. Laut mündlicher Überlieferung trugen die Schützenbrüder bereits 1906 einheitliche Hüte, ein Zeichen für die frühe Identifikation mit dem Verein. Ein Meilenstein war die Anschaffung des ersten Kompaniewimpels 1925, der bis heute als stolzes Symbol der Einheit gilt. Auch die Gründung der Kompanie ist eng mit der Region verbunden: 1924 wurden drei Schützenkompanien in Oeventrop – einem Ortsteil von Arnsberg – gegründet, wobei die Dinscheder Schützen ihre Versammlungen hier abhielten. Diese frühe Phase war geprägt von festlichen Traditionen wie der Wahl von Königskandidaten vor jedem Schützenfest.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Kompanie ihre Arbeit fort. 1947 berief der letzte vor dem Krieg gewählte Kompanieführer die erste Nachkriegsversammlung ein, und 1953 richtete die Kompanie eine Sterbekasse ein – eine Einrichtung, die bis heute besteht und die Solidarität unter den Mitgliedern unterstreicht. 1955 fand erstmals wieder ein Kreisschützenfest statt, das den Neuanfang nach der Kriegszeit markierte. Ab den 1960er-Jahren entwickelte sich der Festplatz weiter: Regelmäßige Übungsschießen in der Sebastianhütte in Arnsberg festigten die sportliche Tradition, und 1965 wurde der erste Pokal angeschafft, der seither bei Wettbewerben verliehen wird.
Der Festplatz „Strülleken“ ist nicht nur ein Ort der Feiern, sondern auch der Erinnerung. Seit 1977 wird hier jährlich ein Kinderkönigspaar ausgeschossen, eine Tradition, die die Verbindung zwischen den Generationen betont. Das heute bekannte Kompanieabzeichen wurde 1958 in seiner heutigen Form festgelegt, während der Kompaniewimpel 1986 durch einen neuen ersetzt wurde – allerdings in derselben Gestaltung wie sein Vorgänger. Entwürfe für Fahnen und Platzgestaltung, wie etwa der von Willi Röttger 1988 vorgestellte Entwurf, zeigen, wie sehr die Kompanie Wert auf ihre visuelle Identität legt. Der Festplatz bleibt damit ein lebendiges Dokument der regionalen Schützenkultur in Arnsberg.
Heute ist der „Strülleken“ ein Ort der Begegnung, an dem Brauchtum, Sport und Gemeinschaft aufeinandertreffen. Die Schützenkompanie Dinschede bewahrt damit nicht nur historische Bräuche, sondern lebt sie aktiv weiter und macht den Festplatz zu einem einzigartigen Stück Arnsberger Kulturgeschichte.