Kirche/Kloster

Pfarrheim St. Margaretha

Im Kirchholz 4a, 59581 Warstein

Highlights

  • Die Pfarrheim St. Margaretha in Warstein entstand 1798 als Fachwerk-Küsterhaus und verbindet sich mit dem 1970er-Jahre-Pfarrheim zum Gemeindezentrum.
  • Das Pfarrhaus liegt an der historischen Stätte einer fränkischen Wallburg (ab 800) und einer späteren Burganlage (12.–13. Jh.).
  • Die Kirche St. Margaretha (1707–1714) ist Teil eines barocken Ensembles mit erhaltenem Chorgestühl (1728) und klassizistischen Altären (1870er).

Tipps

  • Die Kirche St. Margaretha zeigt barocke Altäre aus dem 18. Jahrhundert, die hinter ihnen verborgene Chorgestühle aus dem Jahr 1728 aufweisen.
  • Ein Kreuzweg aus Süddeutschland von 1730, der 1960 erworben wurde, befindet sich im hinteren Bereich der Kirche und bietet kunsthistorische Einblicke.
  • Das Pfarrheim verbindet ein historisches Küsterhaus aus Fachwerk von 1798 mit einem modernen Anbau aus den 1970er Jahren als zentraler Ort für Gemeindeaktivitäten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales im Pfarrheim St. Margaretha Warstein

Das Pfarrheim St. Margaretha in Warstein ist ein historisch bedeutsames Zentrum des kirchlichen Lebens im Kirchspiel Mülheim-Sichtigvor-Waldhausen. Ursprünglich als Ordenskirche des Deutschen Ritterordens errichtet, wurde die dem Spätbarock zuzuordnende Anlage 1707 erbaut und 1714 eingeweiht. Sie bildet eine architektonische Einheit mit der Deutschordens-Kommende Mülheim, deren Schloss um 1682 entstand. Die Kirche überzeugt durch ihre klassizistischen Elemente, die im 19. Jahrhundert die ursprünglichen Barockaltäre ersetzten, heute jedoch einen hohen kunsthistorischen Wert besitzen.

Im Inneren beeindrucken barocke Details wie das 1728 geschnitzte Chorgestühl hinter den Seitenaltären, das unter den Altären verborgen ist. Ein weiteres Highlight ist die Barockmadonna aus der Zeit um 1700, die im hinteren Bereich hängt. Der Kreuzweg von 1730, ursprünglich aus Süddeutschland stammend, wurde 1960 erworben und ergänzt das Ensemble. Die 1725 erbaute Kanzel ist ein weiteres Relikt des ursprünglichen Barock-Ensembles, während das große Kreuz über dem Chor 1919 als Teil einer Gemeindemission hinzugefügt wurde.

Das Pfarrheim selbst ist eng mit der Geschichte der Region verbunden: Das 1798 im Fachwerkstil errichtete alte Küsterhaus und das moderne Pfarrheim aus den 1970er Jahren bilden heute den Mittelpunkt des Gemeindelebens. Die Kapelle auf dem ehemaligen Klosterfriedhof, 1866 erbaut, dient als Ruhestätte der Gründerin der Salesianerinnen in Westfalen. Daneben erinnert die 1934 errichtete Lourdesgrotte an die Marienverehrung und die Tradition der hiesigen Pfarrgemeinde, die bis heute gepflegt wird.

Die Umgebung des Pfarrheims ist von historischer Bedeutung: Bereits um das Jahr 800 befand sich hier eine Wallburg aus der Zeit der fränkisch-sächsischen Auseinandersetzungen. Später entstand im 12. Jahrhundert eine Burganlage mit Turm und weiteren Gebäuden, die im 13. Jahrhundert verfiel. Die Kapelle in Sichtigvor, 1924 neu errichtet, steht auf einem Platz, der einst als Pestfriedhof diente. Die neugotische Kapelle zeigt Fenster mit Szenen aus der Bibel, darunter die Opferung Jesu und die Flucht der Heiligen Familie.

Das Pfarrheim St. Margaretha ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für die Gemeinde. Durch Initiativen wie den 2012 gegründeten Kinderkirchenchor oder die aktive Mitwirkung in Wort-Gottes-Feiern wird das kirchliche Leben hier lebendig gestaltet. Die Kapellenkommission kümmert sich um die Pflege der historischen Anlagen, darunter die Kapelle in Sichtigvor, die seit 1924 besteht. So bleibt das Pfarrheim ein Ort der Tradition und des modernen Gemeindeengagements.

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