Modell Wasserburg e.V.
Highlights
- Seit 1976 als gemeinnützig anerkanntes Kulturzentrum mit Fokus auf Soziale Dreigliederung und anthroposophische Praxis.
- Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit historischem Gehöft und großem Grundstück, benannt nach dem Johannisbrotbaum.
- Verbreitung der Dreigliederungs-Idee durch Publikationen wie die Zeitschrift *jedermensch* seit 1958.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Parkplatz befindet sich direkt am Eingang des Geländes und ermöglicht eine einfache Anreise für alle Besucher.
- Das historische Gehöft bietet einen Einblick in die Architektur und Lebensweise der Region sowie Raum für kulturelle Veranstaltungen.
- Die Nähe zum Bahnhof Wasserburg erleichtert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da die Fußwegstrecke zum Gelände kurz gehalten wird.
Eigenschaften
Kulturzentrum Wasserburg (Bodensee) – Ausflugsziel Modell e.V.
Das Modell Wasserburg e.V. in Wasserburg am Bodensee ist ein einzigartiges Kulturzentrum, das sich der Idee der Sozialen Dreigliederung widmet – einer gesellschaftlichen Neuordnung nach anthroposophischen Prinzipien. Gegründet als Arbeits- und Lebensgemeinschaft, dient der Ort seit Jahrzehnten als Ort der Begegnung, des Austauschs und der praktischen Umsetzung dieser Vision. Der Name „Modell Wasserburg“ spiegelt dabei nicht nur den Standort wider, sondern auch die Bestrebung, ein lebendiges Beispiel für eine gerechtere und harmonischere Gesellschaft zu sein.
Im Mittelpunkt der Arbeit des Vereins steht die Verbreitung und Vertiefung der Sozialen Dreigliederung, einer reformpädagogischen und gesellschaftskritischen Lehre, die Wirtschaft, Politik und Kultur in eigenständige, aber verbundene Sphären gliedern möchte. Der Verein knüpft dabei an die Traditionen des Internationalen Kulturzentrums Achberg (INKA) an, das in den 1970er-Jahren als zentraler Treffpunkt der Bewegung fungierte. Nach einer Phase der Umstrukturierung wurde das Gehöft „Zum Eulenspiegel“, umgeben von einem großen Grundstück mit historischem Gehöft, zum neuen Wirkungsort – ein Ort, der bis heute als Raum für Diskussionen, Workshops und kulturelle Veranstaltungen dient.
Ein zentrales Projekt des Vereins ist die Zeitschrift „jedermensch“, die seit den 1950er-Jahren als Aufklärungsorgan erscheint. Regelmäßig werden Schwerpunktthemen aufgegriffen, die gesellschaftliche, politische und kulturelle Debatten anregen. Daneben pflegt der Verein eine Adressensammlung sozialer und kultureller Bürgerinitiativen, um Vernetzung und Austausch zwischen engagierten Gruppen zu fördern. Das Gelände selbst, geprägt von einem markanten Johannisbrotbaum, bietet mit seinem ländlichen Charakter einen Rückzugsort abseits des Trubels – ideal für Reflexion und Gemeinschaft.
Die Lage des Modell Wasserburg e.V. ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Von den Umsteigestellen in Kressbronn oder dem Wasserburger Bahnhof an der Strecke Lindau–Friedrichshafen ist der Eulenspiegel in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Die Anfahrt erfolgt über die Bundesstraße von Lindau aus, mit klarer Beschilderung in Richtung Wasserburg. Der Ort ist damit sowohl für Tagesbesucher als auch für längere Aufenthalte zugänglich, die sich für die Ideen der Sozialen Dreigliederung interessieren.
Als gemeinnütziger Verein seit langem etabliert, lebt das Modell Wasserburg von Spenden und Darlehen, um seine Arbeit fortzuführen. Es handelt sich um einen Ort, der nicht nur Theorie vermittelt, sondern durch praktische Initiativen zeigt, wie eine demokratischere und menschlichere Gesellschaftsgestaltung aussehen kann. Wer sich für alternative Lebens- und Denkmodelle begeistert, findet hier Raum für Diskussion, Mitgestaltung und Inspiration – fernab von klassischen Kulturzentren, aber mit tiefem Bezug zur regionalen und überregionalen Bewegung der Sozialen Dreigliederung.