Granadenkmal
Highlights
- Das Granadenkmal auf der Granahöhe erinnert an die Schlacht vom 11. August 1675 bei Konz.
- Es wurde 1892 als Symbol des deutschen Nationalbewusstseins errichtet.
- Der kaiserliche General Grana führte von dieser Anhöhe aus den rechten Flügel zum Sieg.
Tipps
- Das Granadenkmal liegt auf der Granahöhe, etwa 10 km südwestlich von Trier im Ort Wasserliesch, direkt am Kultur- und Orchideenweg.
- Von der Anhöhe bietet sich bei freier Sicht eine schöne Aussicht auf Konz und die umliegende Mosellaub.
- Geeignet für geschichtsinteressierte Wanderer, die sich vor Ort über die Schlacht von 1675 und das Denkmal informieren möchten.
Eigenschaften
Über Granadenkmal
Das Granadenkmal auf der Granahöhe in Wasserliesch im Landkreis Trier-Saarburg ist eine bedeutende historische Gedenkstätte in Rheinland-Pfalz. Es erinnert an die Schlacht an der Konzer Brücke, die am 11. August 1675 in unmittelbarer Nähe stattfand. In dieser Schlacht führte der kaiserliche General Otto Heinrich Marchese de Grana vom rechten Flügel des antifranzösischen Koalitionsheeres aus diese Anhöhe den entscheidenden Angriff gegen die Truppen des französischen Marschalls François de Bonne de Créqui. Der Sieg der Koalition, zu der unter anderem kaiserliche, lothringische, münsterländische und trierische Streitkräfte gehörten, wurde maßgeblich durch Granas taktisches Geschick bestimmt.
Das Denkmal selbst wurde im Jahr 1892 errichtet und steht auf einer etwa 30 Meter hohen, bewaldeten Felsterrasse am westlichen Fuß des Liescher Berges. Es ist nicht nur ein Zeugnis militärischer Geschichte, sondern auch ein Ausdruck des deutschen Nationalbewusstseins der Wilhelminischen Ära. Die Inschrift am Denkmal würdigt die damaligen Ereignisse und ruft mit patriotischen Worten zur Eintracht der Deutschen. Ein lateinisches Zitat – „Dulce et decorum est pro patria mori“ – verdeutlicht den nationalistischen Geist, der bei seiner Errichtung vorherrschte. Die feierliche Einweihung des Denkmals fand vor Vertretern der Region statt, und die damalige Presse würdigte es als sinnreich gestaltetes Symbol des deutschen Siegeswillens.
Heute ist das Granadenkmal Teil des Kultur- und Orchideenweges, der mit Unterstützung der EU in den Jahren 2005 und 2006 in Wasserliesch eingerichtet wurde. Die Umgebung lädt nicht nur zum Geschichtsinteresse, sondern auch zu Spaziergängen und Wanderungen ein. Von der Anhöhe aus bietet sich bei freier Sicht ein schöner Blick über das Tal nahe dem Zusammenfluss von Saar und Mosel, in Richtung der Stadt Konz. Die geschichtsträchtige Lage und die ruhige, naturnahe Umgebung machen den Ort zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Kultur- und Naturinteressierte gleichermaßen.
Das Granadenkmal steht somit exemplarisch für die Verbindung von regionaler Erinnerungskultur und landschaftlicher Schönheit im südwestlichen Rheinland-Pfalz. Es erinnert an eine entscheidende Schlacht des 17. Jahrhunderts und zugleich an die politische Symbolik seiner eigenen Schaffenszeit im späten 19. Jahrhundert – ein Ort also, der sowohl historisch als auch kulturpolitisch von Bedeutung ist.