St. Johannis
Highlights
- Die St. Johannis-Kapelle in Wassertrüdingen wurde 1588 erbaut und ist seit 1956 als Baudenkmal geschützt.
- Sie befindet sich auf einem Friedhof nordöstlich des Ortskerns und wurde nach Johannes dem Täufer benannt.
- Die evangelisch-lutherische Kapelle beherbergt kunstvolle Epitaphien sowie Werke von Bildhauern wie Ernst Steinacker und Friedrich Meyer.
Tipps
- Besucher finden die evangelisch-lutherische Friedhofskapelle St. Johannis nördlich des Ortskerns auf einem Hügel südlich des Friedhofs.
- Der Eingang zur Kapelle befindet sich an der Lentersheimer Straße 8, die postalische Adresse lautet gleichlautend.
- Die Kapelle ist als Baudenkmal unter der Nummer D-5-71-214-5 in der Bayerischen Denkmalliste geführt.
Eigenschaften
Über St. Johannis
Die Friedhofskapelle St. Johannis befindet sich im nordöstlichen Bereich des Friedhofs von Wassertrüdingen und zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern des mittelfränkischen Landkreises Ansbach. Die evangelisch-lutherische Kapelle wurde nach Johannes dem Täufer benannt und ist seit ihrer Errichtung ein wichtiger Bestandteil der religiösen Infrastruktur der Region. Sie steht unter dem Dach des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Wassertrüdingen und ist als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet.
Der Bau der Kapelle erfolgte im Zuge der Verlagerung des Friedhofs von der Stadtkirche im späten 16. Jahrhundert. Der damalige Bürgermeister Lorenz Lenck setzte sich entscheidend für die Errichtung des Gebäudes ein. Es handelt sich um einen verputzten Saalbau mit eingezogenem Chor und einem Dachreiter, der später im Jahr 1889 erweitert wurde. Weitere Umbauten fanden in den Jahren 1902 und 1956 statt, wobei das äußere Erscheinungsbild und die grundlegende Struktur erhalten blieben.
Die Innenausstattung der Kapelle spiegelt verschiedene Epochen wider. Im Chor steht ein weißer Taufstein, der 1982 vom Bildhauer Ernst Steinacker geschaffen wurde. Über dem Altar hängt eine vom Wassertrüdinger Bildhauer Friedrich Meyer 1935 geschnitzte Darstellung des gekreuzigten Christus. Ein Fresko aus der Zeit der Bauwerkgründung zeigt Christus als Weltenherrscher, umgeben von den vier Evangelisten. Mehrere Epitaphien und Gedenktafeln erinnern an bedeutende Persönlichkeiten der Ortsgeschichte, darunter der Bürgermeister Lorenz Lenck sowie der Dekan Zacharias Ziegler. Einige Grabmäler, wie das Totenschild von Jörgludwig von Eyb, stammen möglicherweise aus der ehemaligen Stadtkirche.
Die St. Johannis Kapelle ist sowohl wegen ihrer architektonischen Eigenständigkeit als auch aufgrund ihrer kulturhistorischen Ausstattung von Bedeutung. Sie steht in enger Verbindung zur evangelischen Kirchengemeinde und dient als Zeugnis der religiösen und städtebaulichen Entwicklung von Wassertrüdingen. Die Kapelle ist öffentlich zugänglich und wird gelegentlich für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen genutzt.