Kirche/Kloster

Wegekreuz (anno 1612)

Hauptstraße 4, 54612 Wawern

Highlights

  • Nachgotisches Sandstein-Wegekreuz aus 1612 mit Christuskorpus und Inschrift ‚Roprich der Hoffmann Zo Waver‘.
  • Kulturdenkmal in Wawern (Eifelkreis Bitburg-Prüm), ursprünglich an der Straße ‚An der Hurth‘ aufgestellt.
  • Hohes Nischenkreuz aus Sandstein, im Denkmalverzeichnis des Eifelkreises Bitburg-Prüm erfasst.

Tipps

  • Das Wegekreuz aus dem Jahr 1612 befindet sich in einer ländlichen Umgebung und bietet eine ruhige Atmosphäre für einen besinnlichen Aufenthalt.
  • Die Sandstein-Struktur des Kreuzes zeigt typische Merkmale der Spätgotik und ist als Kulturdenkmal im Denkmalverzeichnis des Eifelkreises Bitburg-Prüm eingetragen.
  • Die Inschrift ‚Roprich der Hoffmann Zo Waver‘ dokumentiert die historische Bedeutung des Kreuzes als Werk eines lokalen Steinmetzes aus dem 17. Jahrhundert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Wegekreuz Wawern (1612) – Sakrale Kultur

Das Wegekreuz anno 1612 in Wawern ist ein historisches Sakraldenkmal, das als stummes Zeugnis der regionalen Frömmigkeit und Handwerkskunst des 17. Jahrhunderts gilt. Es handelt sich um ein nachgotisches Nischenkreuz aus Sandstein, das mit seiner markanten Form und detailreichen Ausführung die typischen Merkmale der Spätgotik vereint. Im Zentrum der Kreuzdarstellung thront ein Christuskorpus, das in lebendiger, fast plastischer Weise die Passion Christi zeigt – ein zentrales Motiv der katholischen Andacht, das Wanderer und Vorübergehende bis heute zum Innehalten einlädt.

Das Wegekreuz wurde von Roprich der Hoffmann gestiftet, wie eine Inschrift am Denkmal vermerkt. Die präzise Datierung auf das Jahr der Errichtung unterstreicht seinen historischen Wert als eines der wenigen erhaltenen Kreuzwegzeichen aus dieser Epoche in der Region. Ursprünglich stand es an einem anderen Standort in der Straße „An der Hurth“, bevor es später an seinen heutigen Platz versetzt wurde. Trotz des Standortwechsels bewahrt das Kreuz seine ursprüngliche Bedeutung als Andachtsstätte und Wegweiser für Gläubige, die auf ihren Pilgerwegen oder Alltagswegen Halt einlegten.

Als geschütztes Kulturdenkmal ist das Wegekreuz im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Eifelkreis Bitburg-Prüm verzeichnet und unterliegt der Denkmalschutzverordnung Rheinland-Pfalz. Die Eintragung unterstreicht seinen besonderen Stellenwert für die Denkmalpflege und Kulturlandschaftspflege der Gemeinde Wawern. Das Denkmal steht symbolisch für den Zusammenhalt von Glauben, Handwerk und regionaler Identität – ein Zeugnis der christlichen Tradition, das bis heute die Landschaft der Eifel prägt.

Das Kreuz aus Sandstein besticht nicht nur durch seine künstlerische Qualität, sondern auch durch seine funktionale Gestaltung: Die Nische schützt das Relief vor Witterungseinflüssen und ermöglicht es, Kerzen oder Blumen als Zeichen der Verehrung abzulegen. Solche Wegekreuze dienten im Mittelalter und der frühen Neuzeit als Pilgerhilfen und Gebetsorte, an denen sich Reisende vergegenwärtigten oder um Schutz und Segen baten. Bis heute bleibt das Denkmal ein stiller Ort der Besinnung, der die Verbindung von Geschichte und Spiritualität in der Eifel lebendig hält.

Wer durch Wawern wandert, findet im Wegekreuz ein stilles Zeitzeugnis der Vergangenheit – ein Mahnmal, das die Frömmigkeit vergangener Generationen bewahrt und gleichzeitig als Teil der kulturellen Landschaft der Region wirkt. Die genaue Rekonstruktion seiner Geschichte und seine Aufnahme in den Denkmalschutz sichern sein Erbe für kommende Generationen und machen es zu einem faszinierenden Ziel für Geschichtsinteressierte und Andachtsuchende gleichermaßen.

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