face art – face future
Highlights
- In Wedel entsteht face art – face future als kreativer Dialograum zur Barlach-Kollwitz-Ausstellung mit Fokus auf künstlerische Zukunftsfragen.
- Das Projekt verbindet deutsche Expressionisten mit zeitgenössischer Kunst, inspiriert durch historische Ausstellungen in Minsk, Kiew und St. Petersburg.
- Videoarbeiten von face art – face future wurden bereits in der BURSA Art Gallery Kiew und im Russischen Museum Sankt Petersburg gezeigt.
Tipps
- Die Ausstellung verbindet Werke von Ernst Barlach und Käthe Kollwitz mit zeitgenössischen Videoarbeiten, die aktuelle Perspektiven auf ihre Themen aufzeigen.
- Ein begleitender Textteil bietet eine historische Einordnung der Künstler im Kontext politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen von 1867 bis 1945.
- Das Projekt thematisiert kulturellen Austausch und länderübergreifende Dialoge zwischen Deutschland, Belarus, Russland und der Ukraine durch künstlerische Positionen.
Eigenschaften
Face Art Face Future – Wedel: Kultur-Galerie-Ausflug
Das Kunstprojekt face art – face future in Wedel verbindet zeitgenössische künstlerische Praxis mit der historischen Rezeption deutscher Expressionisten und schafft einen einzigartigen Denkraum für kulturellen Austausch. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den Werken von Ernst Barlach und Käthe Kollwitz, deren Schaffen seit den 1920er-Jahren bis heute internationale Resonanz findet. Das Projekt knüpft an Ausstellungen an, die in renommierten Institutionen wie dem Russischen Museum Sankt Petersburg, dem Nationalen Kunstmuseum der Ukraine in Kiew oder dem Nationalen Kunstmuseum der Republik Belarus in Minsk gezeigt wurden. Hier wird die Verbindung zwischen der klassischen Moderne und der Gegenwart durch Videoarbeiten und interdisziplinäre Installationen sichtbar gemacht.
Die Idee zu face art – face future entstand im Kontext der Ausstellung „Ernst Barlach – Käthe Kollwitz: Über die Grenzen der Existenz“, die als länderübergreifendes Projekt Deutschland, Belarus, Russland und die Ukraine verbindet. Die Kuratorin des Projekts, eine langjährige Expertin der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg, hat seit Jahrzehnten Ausstellungen zur Kunst der klassischen Moderne und Gegenwartskunst organisiert – von Europa bis in den Iran. Die Begleitmaterialien umfassen eine historische Text-Bild-Chronologie, die das Werk der beiden Künstler im Kontext der europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts einordnet und so Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.
Das Projekt lebt von einem kulturellen Transfer, der bereits vor über einem Jahrhundert begann und heute durch moderne Medien wie Videoinstallationen und digitale Kunst weiterentwickelt wird. Die beteiligten Künstler:innen und Organisatoren, darunter Absolventen klassischer Archäologie oder Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt auf Projektmanagement, sorgen für eine Verbindung von künstlerischer Innovation und wissenschaftlicher Fundierung. Besonders die Zusammenarbeit mit der BURSA Art Gallery in Kiew zeigt, wie das Projekt internationale Netzwerke nutzt, um aktuelle Fragen nach Identität, Erinnerung und Zukunft zu stellen.
In Wedel wird face art – face future als offener Raum für Diskussionen und kreative Experimente erlebbar. Durch die Präsentation von Videoarbeiten und die Auseinandersetzung mit den Themen der Expressionisten entsteht ein Dialog zwischen traditionellem Kunstverständnis und zeitgenössischen Ansätzen. Das Projekt lädt Besucher:innen ein, sich mit den Grenzen der menschlichen Existenz auseinanderzusetzen – immer im Spannungsfeld zwischen historischer Tiefe und zukunftsweisender Kunst.
Als Kunstatelier mit internationalem Bezug bietet face art – face future mehr als eine Ausstellung: Es ist ein Ort der Reflexion, an dem künstlerische und kulturelle Impulse aus Osteuropa und Westeuropa aufeinandertreffen. Die Auseinandersetzung mit Barlach und Kollwitz wird hier zu einem lebendigen Prozess, der zeigt, wie Kunst Grenzen überwinden und neue Perspektiven eröffnen kann – ohne dabei die Wurzeln der klassischen Moderne zu vergessen.