Trunnenmoor
Highlights
- Das Trunnenmoor ist ein 185 Hektar großes Naturschutzgebiet nordöstlich von Großburgwedel.
- Es schützt Nieder- und Übergangsmoore sowie Mooren und Stillgewässer aus ehemaligen Torfstichen.
- Das Gebiet beherbergt seltene Arten wie Kraniche, gefährdete Libellen und den Braunfleckigen Perlmuttfalter.
Tipps
- Das Trunnenmoor ist ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von etwa 185 Hektar und schützt verschiedene Moorlebensräume sowie seltenen Pflanzenarten.
- Im Gebiet befinden sich Bruch- und Moorwälder, Stillgewässer, feuchte Heiden und Torfmoorschlenken, die durch Pflegemaßnahmen erhalten werden.
- Das Moor ist überwiegend bewaldet mit Schwarzerle, Moorbirke und Waldkiefer und weist einen hohen Totholzanteil auf, der für den Naturschutz wertvoll ist.
Eigenschaften
Über Trunnenmoor
Das Trunnenmoor ist ein Naturschutzgebiet in der Stadt Burgwedel, gelegen im nordöstlichen Teil von Großburgwedel innerhalb der Region Hannover in Niedersachsen. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 185 Hektar und schützt ein vielfältiges Ökosystem aus Nieder- und Übergangsmooren. Das Gebiet ist nahezu vollständig vom Landschaftsschutzgebiet „Forst Rundshorn-Fuhrberg“ umgeben und grenzt im Norden an das Naturschutzgebiet „Kienmoor“. Seit 1974 steht das Trunnenmoor unter Naturschutz, verwaltet von der unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover.
Das Gelände des Naturschutzgebiets ist größtenteils von Bruch- und Moorwäldern geprägt, in denen Schwarzerle, Moorbirke und Waldkiefer dominieren. Diese Wälder weisen einen hohen Anteil an Totholz auf, was zur Strukturvielfalt und zum Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten beiträgt. Kleinere Bereiche des Trunnenmoors umfassen Stillgewässer, die aus ehemaligen Torfstichen entstanden sind, sowie feuchte Heiden, Torfmoor-Schlenken, Sümpfe und Röhrichte. Im Süden des Gebiets werden einige Flächen landwirtschaftlich als Grünland oder Acker genutzt. Teilweise erfolgen Pflegemaßnahmen, um ungenutzte Offenlandbereiche dauerhaft offen zu halten.
Das Trunnenmoor ist durch ein Netzwerk historischer Entwässerungsanlagen geprägt, darunter ein zentraler Graben, der von Süden nach Norden durch das Gebiet verläuft. Im Rahmen des LIFE-Projekts „RePeat“ werden Maßnahmen zur Wiedervernässung des Moorgebiets ergriffen, um die natürlichen Feuchtverhältnisse langfristig zu erhalten und zu fördern. Diese Bemühungen zielen darauf ab, die ökologischen Funktionen des Moors zu stabilisieren und den Lebensraum für typische Moorarten zu erhalten.
Die Vegetation des Trunnenmoors ist geprägt von typischen Moor- und Feuchtgebietsarten. Neben verschiedenen Torfmoosen und Pfeifengras finden sich hier unter anderem Glockenheide, Torfmoosknabenkraut, Lungenenzian, Sonnentau-Arten, Wollgras, Wassernabel, Sumpfveilchen, Blutauge, Schnabelried und Binsenschneide. Die Krautschicht der Wälder wird ergänzt durch Arten wie Kamm-, Königs- und Gewöhnlichen Dornfarn. Die Vielfalt an Pflanzenarten bildet die Grundlage für ein artenreiches Tierleben. So ist das Trunnenmoor Lebensraum für den Kranich sowie zahlreiche Libellenarten, darunter auch gefährdete Arten wie die Glänzende Binsenjungfer oder die Gebänderte Heidelibelle. Auch der Braunfleckige Perlmuttfalter ist im Gebiet nachgewiesen.