Kriegsgräberstätte
Highlights
- Die Kriegsgräberstätte Weeze beherbergt 2.016 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges.
- Sie wurde am 10. September 1950 durch Bundespräsident Theodor Heuss eingeweiht.
- Der Friedhof entstand auf einem 2 Hektar großen Gelände am sogenannten „Sandberg“.
Tipps
- Respektvoll verhalten, da es sich um einen ehrenvollen Gedenkort handelt.
- Geeignete Kleidung und Schuhe für den Geländeort mitbringen.
- Eintritt ist frei, Spenden für die Pflege werden jedoch gerne angenommen.
Eigenschaften
Kriegsgräberstätte Weeze: Kulturdenkmal und Gedenkort
Die Kriegsgräberstätte Weeze liegt am nordöstlichen Ortsrand der Gemeinde im Kreis Kleve, eingebettet in ein Waldgelände an der Uedemer Straße. Sie dient als letzte Ruhestätte für insgesamt 2.016 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkriegs. Die Anlage zählt zu den wenigen Kriegsgräberstätten in Nordrhein-Westfalen, die nicht vom Landesverband, sondern direkt von der Bundesbauleitung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge errichtet wurde. Die feierliche Einweihung erfolgte durch den ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, und die Stätte wurde anschließend der Gemeinde Weeze übergeben.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit den Kämpfen um den Niederrhein im Frühjahr 1945 verbunden. Weeze wurde in diesen Tagen zum Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen deutschen und alliierten Truppen. Viele der hier begrabenen Soldaten fanden zunächst in provisorischen Gräbern oder gar unbestattet auf dem Schlachtfeld ihren letzten Ruheplatz. Nach Kriegsende sammelte die Bevölkerung die Gefallenen und sorgte für die spätere Anlage einer zentralen Gedenkstätte. Mit großzügiger Unterstützung der Familie von Loë wurde das Gelände am sogenannten „Sandberg“ zur Verfügung gestellt. Ab 1947 begann der systematische Umbettungsprozess der Kriegstoten aus umliegenden Gemeinden durch den Volksbund.
Die Gestaltung der Stätte unter Chefarchitekt Robert Tischler setzt auf eine harmonische Einbindung in die natürliche Landschaft. Das Gelände ist leicht wellig und mündet in einen Hügelkamm. Im Zentrum thront eine beeindruckende Hochkreuzgruppe aus Basaltlava, die auf einem runden Rondell steht. Umgeben von Erdwällen und heimischer Vegetation wirkt der Friedhof wie ein stiller, geschützter Ort des Gedenkens. Die Gräber sind mit schlichten Hartbranntsteinplatten gekennzeichnet, Symbolkreuze aus Basalt säumen das Gelände. Besondere Erinnerungsorte sind die Martelen aus Ruhrsandstein, auf denen die Namen ehemals unbekannter Soldaten verzeichnet sind, sowie eine Gedenkstele für jene Kriegstoten, deren letzte Ruhestätte nicht mehr auffindbar ist.
Die Kriegsgräberstätte ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch der Versöhnung und des Mahnmals. So nahmen bei der Einweihung 1950 neben Angehörigen und Bürgern auch Vertreter britischer und italienischer Gräberdienste sowie Besucher aus den Niederlanden teil. Im Jahr 2000 wurde zum 50. Jubiläum ein Ginkgobaum als Symbol gegen das Vergessen gepflanzt. 2010 erfolgte eine umfassende Restaurierung, die mit einer Silbernen Anerkennungsplakette des Volksbundes gewürdigt wurde. Seit 2014 gehört die Stätte zur internationalen Gedenkroute Liberation Route Europe. Zahlreiche Besucher schätzen den Ort als stille Mahnung und Ausdruck des Respekts vor den Opfern des Krieges.
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Häufige Fragen zu Kriegsgräberstätte
Wo befindet sich die Kriegsgräberstätte Weeze?
Quelle: wikipedia
Wie viele Kriegstote sind in Weeze begraben?
Quelle: website
Wer hat die Kriegsgräberstätte Weeze errichtet?
Quelle: wikipedia
Wann wurde die Kriegsgräberstätte Weeze eingeweiht?
Quelle: website
Welche Gemeinden sind an der Gräberzusammenfassung beteiligt?
Quelle: wikipedia