Denkmal/Gedenkstätte

Kroatenkreuz

Kroatenstraße 72, 47624 Kevelaer

Highlights

  • Das Kroatenkreuz in Kevelaer erinnert an das Massaker von 1635, bei dem fast alle Dorfbewohner im Dreißigjährigen Krieg getötet wurden.
  • Errichtet 1641, trägt das Kreuz eine niederländische Inschrift: ‚Im Jahre 1635, dem Datum nach der 1.‘ – Gedenkort für die zerstörte Heidesiedlung.
  • Der Weg des niederländischen Söldners Hendrick Busmans führte 1641 erneut durch das verwüstete Kevelaer, wo das Kreuz als Mahnmal aufgestellt wurde.

Tipps

  • Das Kroatenkreuz markiert den Ort eines historischen Massakers aus dem Jahr 1635 während des Dreißigjährigen Krieges.
  • Die holländische Inschrift auf dem Kreuz erinnert an die fast vollständige Zerstörung des damaligen Heidedorfs Kevelaer.
  • Der Standort liegt an der Kroatenstraße und bietet Einblicke in die tragische Geschichte der Region während des 17. Jahrhunderts.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Kroatenkreuz Kevelaer

Das Kroatenkreuz in Kevelaer ist ein bewegendes Denkmal mit einer tragischen Geschichte, die eng mit den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verbunden ist. Im 17. Jahrhundert lag Kevelaer noch als bescheidenes Heidedorf am Rande des Herzogtums Geldern, nahe der Grenze zu den heutigen Niederlanden. Die Region war damals von blutigen Auseinandersetzungen geprägt, die das Leben der Bevölkerung schwer belasteten.

Der Name des Denkmals geht auf ein grausames Ereignis zurück: 1635 wurde das Dorf von kaiserlichen Truppen überfallen. Die Inschrift des Steinkreuzes, die in niederländischer Sprache verfasst ist, erinnert an diese schreckliche Zeit. Sie berichtet, dass fast alle Einwohner getötet wurden und Kevelaer danach eine verödete Ruine war. Die Inschrift gibt zudem einen Hinweis auf die Rückkehr eines Überlebenden: Der Weg Hendrick Busmans führte 1641 kurz vor Weihnachten erneut durch das zerstörte Dorf.

Das Kroatenkreuz selbst ist ein einfaches, aber eindringliches Symbol der Erinnerung. Es steht an der Kroatenstraße und dient als Mahnmal für die Opfer des Krieges. Die Inschrift, die in deutscher Übersetzung die Ereignisse schildert, unterstreicht die Bedeutung des Denkmals als stummer Zeuge der Vergangenheit. Kevelaer selbst hat sich seit dieser Zeit zu einem bedeutenden Wallfahrtsort entwickelt, während das Kreuz als stille Erinnerung an die dunklen Kapitel der Regionalgeschichte bleibt.

Besucher können hier nicht nur die historische Bedeutung des Denkmals nachvollziehen, sondern auch die Verbindung zwischen Kevelaer und den Nachbarregionen spüren. Die Inschrift verweist auf niederländische Einflüsse und zeigt, wie eng die Geschichte der Region mit den damaligen politischen und militärischen Ereignissen verknüpft war. Das Kroatenkreuz ist damit ein kleines, aber bedeutendes Stück Zeitgeschichte, das bis heute an die Opfer des Krieges erinnert.

Wer sich für die Kultur und Geschichte der Region interessiert, findet am Kroatenkreuz einen Ort der Besinnung. Es steht als stiller Mahner für die Zerstörungskraft von Krieg und als Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung. Die Inschrift und die umgebende Landschaft machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis für Geschichtsinteressierte und alle, die sich für die bewegte Vergangenheit Kevelaers begeistern können.

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