St. Jakobus
Eigenschaften
Über St. Jakobus
Die Andachtsstätte St. Jakobus befindet sich in der Ortschaft Lüttelforst der Gemeinde Schwalmtal im Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen. Die römisch-katholische Filialkirche ist dem Apostel Jakobus geweiht und zählt als Jakobskirche zu den Stationen des Jakobswegs nach Santiago de Compostela. Sie ist Teil der Pfarre St. Matthias Schwalmtal, die zum Bistum Aachen gehört. Die Kirche besticht durch ihre sonnige Lage, die mehr als nur einen Besuch wert ist – viele Besucher nutzen sie gerne als Rastpunkt bei Radtouren.
Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter, speziell im 13. Jahrhundert, wurde die Pfarrei gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert. So entstand im 17. Jahrhundert der Muttergottes-Altar, und im 19. Jahrhundert wurde die Sakristei angebaut. In den Jahren 1966 und 1987 erfolgten umfassende Restaurierungen, die das Erscheinungsbild der Kirche bewahrten und dennoch an die Bedürfnisse der Gegenwart anpassten.
Architektonisch ist St. Jakobus eine schlichte, dennoch ansprechende Backsteinbauweise mit Satteldach. Das Langhaus ist als Saalkirche konzipiert und mündet in einen halbrunden Chor. Besonders auffällig ist das kleine Türmchen über dem Eingangsportal mit seiner aufgeschwungenen Haube und dem Spitzhelm. Über dem Portal thront in einer Nische eine rund 1,50 Meter hohe Holzfigur des heiligen Jakobus, die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Das Portal selbst ist aus Blaustein gefertigt und unterstreicht den sakralen Charakter des Bauwerks.
Die Innenausstattung beeindruckt durch ihre kunstvolle barocke Gestaltung. Der Hochaltar stammt ursprünglich aus der ehemaligen Prämonstratenser-Klosterkirche Knechtsteden und wurde im 17. Jahrhundert aus Eichenholz gefertigt. Teilweise vergoldet, zeigt er ein Gemälde des „Jakobus auf der Wanderschaft“. Auch andere Ausstattungsgegenstände wie die beiden Kommunionbänke und die Kanzel dürften aus demselben Kloster stammen. Ein farbig gefasstes Marienthron mit der „Madonna mit Jesusknaben“ aus dem 18. Jahrhundert rundet das Bild ab. Die zehn Fenster im Kirchenraum stammen aus dem Jahr 1890 und zeigen unter anderem Heilige sowie dekorative Teppichmuster.
Die Orgel der Kirche wurde bereits im 18. Jahrhundert erbaut und später aus Eppinhoven übernommen. Sie verfügt über zehn Register sowie ein Pedal und präsentiert sich in einem fünfgliedrigen Prospekt mit drei Türmen. Letzte Restaurationen erfolgten in den 1980er Jahren. Die Kirche verfügt zudem über historische Glocken, die den Gemeindeleben und den Gottesdienstbegleitungen ihren Klang verleihen. Mit einem Google-Bewertung von 4,7 von 5 Sternen wird St. Jakobus als sehenswert und ruhig empfohlen – sowohl für Gläubige als auch für alle, die die sakrale Architektur und die kulturelle Geschichte der Region erkunden möchten.