Ruine

Burgruine Wieladingen

79713 Bad Säckingen

Highlights

  • Die Burgruine Wieladingen liegt auf einem 540 m hohen Bergsporn im Landkreis Waldshut.
  • Erste urkundliche Erwähnung der Burg erfolgte 1260, später gehörte sie den Herren von Wieladingen.
  • Der 28 Meter hohe Bergfried ist erhalten, Reste des Doppeltors und Palas sind noch sichtbar.

Tipps

  • Der Weg zur Burgruine führt über einen malerischen Waldpfad mit Steintreppe und Wasserfall entlang der Murg – ideal für einen entspannten Spaziergang.
  • Vom Bergfried aus bietet sich ein schöner Blick über das Murgtal – lohnend für Naturliebhaber und Fotografen.
  • Die Ruine ist über einen gut ausgebauten Pfad erreichbar, eignet sich aber auch für Familien mit Kindern aufgrund der kurzen, nicht sehr anspruchsvollen Route.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Burgruine Wieladingen

Die Burgruine Wieladingen, auch als Harpolinger Schloss bekannt, thront auf einem Bergsporn über dem Murgtal bei Bad Säckingen im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg. Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Spornburg wurde ursprünglich mit Buckelquadern aus dem Oberen Buntsandstein errichtet und war zunächst im Besitz des Klosters Säckingen. Erste urkundliche Erwähnungen datieren aus dem 13. Jahrhundert, darunter ein Ritter namens Ulrich von Wieladingen. Im Laufe der Zeit geriet die Anlage in Verfall und wurde im 15. Jahrhundert aufgegeben. In späteren Jahren diente sie als Steinbruch für umliegende Höfe.

Heute sind von der ehemaligen Burganlage noch erhaltene Reste des Doppeltors sowie des Palas zu sehen. Der markanteste Teil der Ruine ist der 28 Meter hohe Bergfried, der noch weitgehend erhalten ist. Einst von Vegetation überwuchert, wurde der Turm in den 1980er und 1990er Jahren durch ehrenamtliche Mitarbeiter des Förderkreises Burgruine Wieladingen saniert und für Besucher zugänglich gemacht. Dabei wurden auch umfangreiche Bodenfunde gesichert, darunter Tonscherben, Ofenkacheln, Armbrustbolzen, Türschlösser, Nägel sowie eine Maultrommel und ein etwa 13 cm hoher Kerzenleuchter aus Bronzeblech.

Der Weg zur Burgruine führt über einen landschaftlich reizvollen Pfad entlang der Murg. Ein kleiner Wasserfall und eine romantische Steintreppe säumen den Anstieg und tragen zur malerischen Atmosphäre des Ortes bei. Die unmittelbare Umgebung bietet zudem eine kleine Schlucht, die dem Gelände eine zusätzliche Besonderheit verleiht. Wanderer, die den Turm besteigen, werden mit einem lohnenswerten Ausblick ins Murgtal belohnt. Die Ruine selbst mag zwar nicht mehr viel von ihrer ursprünglichen Bausubstanz zeigen, doch die Weitsicht vom Turm bietet ein beeindruckendes Panorama der umliegenden Landschaft.

Die Burgruine Wieladingen ist mit einem Rating von 4,7 von 5 Sternen bei über 170 Bewertungen ein bei Besucherinnen und Besuchern gut angelaufener Kultur- und Ausflugsort. Die Pflege und Erhaltung der Anlage liegt weiterhin in den Händen des Förderkreises, der sich seit Jahrzehnten für den Erhalt des Denkmals engagiert. Literarisch und archäologisch wurde die Ruine in mehreren Publikationen dokumentiert, darunter Werke von Andre Gutmann, Gottfried Nauwerk und Aenne Schwoerbel.

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