Parks & Gärten

Kiesgrube Klein-Vernich

Nikolaus-Ehlen-Straße 9, 53919 Weilerswist

Highlights

  • Kiesgrube Klein-Vernich in Weilerswist ist ein 10,6 Hektar großes Naturschutzgebiet seit 2003.
  • Das Gelände dient als Sekundärlebensraum für seltene Arten wie Grauammer und Rebhuhn.
  • Es bestehen Schutzmaßnahmen zur Erhaltung der Pionierfluren und Kleingewässer.

Tipps

  • Verhaltensruhe an Brutplätzen der Bodenbrüter walten lassen.
  • Müllentsorgung nur in vorgesehenen Sammelstellen vornehmen.
  • Pionierfluren und temporäre Kleingewässer nicht betreten.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Kiesgrube Klein-Vernich

Die Kiesgrube Klein-Vernich liegt im nordrhein-westfälischen Weilerswist im Kreis Euskirchen. Sie ist als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen und zählt zu den geschützten Landschaftsflächen des Landes. Das Areal umfasst etwa zehn Hektar und entstand durch ehemalige Kiesabbautätigkeiten. Heute dient die ehemalige Abgrabungsfläche als wichtiger Sekundärlebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten, insbesondere solche, die auf offene, gestörte oder neu entstandene Standorte angewiesen sind.

Die Landschaft innerhalb der Kiesgrube zeigt eine Vielzahl unterschiedlicher Biotope. Zu den charakteristischen Lebensräumen gehören Sand- und Kiesflächen, die von Pionierpflanzengesellschaften besiedelt werden. Teilweise sind auch kleinere, temporäre Gewässer vorhanden, die sich in Vertiefungen der Abbausohle bilden. Diese bieten Lebensraum für Amphibien und seltene Pflanzenarten wie den Rohrkolben oder die Glieder-Binse. Die steilen Böschungswände der ehemaligen Abgrabung bieten zudem Nistmöglichkeiten für verschiedene Brutvogelarten, darunter mehrere Arten der Roten Liste Nordrhein-Westfalens.

Im Naturschutzgebiet wurden unter anderem die Grauammer, das Rebhuhn und der Wiesenpieper nachgewiesen. Diese Arten profitieren von der offenen Struktur der Fläche und der Vielfalt an Lebensräumen. Die Sukzession, also die natürliche Veränderung und Entwicklung der Vegetation, wird gezielt gesteuert, um den Erhalt dieser wertvollen Biotope zu sichern. In Teilen der Fläche beginnt der natürliche Bewuchs mit Strauchweiden, während andere Bereiche bewusst offen gehalten werden, um den Ansprüchen der typischen Tier- und Pflanzengemeinschaften gerecht zu werden.

Die Kiesgrube Klein-Vernich ist ein Beispiel für die ökologische Wertigkeit ehemaliger Abbaustandorte. Durch den Schutzstatus als NSG wird sichergestellt, dass diese Fläche langfristig als Trittsteinbiotop in der Region erhalten bleibt. Die Fläche trägt damit zur biologischen Vielfalt im Kreis Euskirchen bei und erfüllt gleichzeitig eine wichtige Funktion im Landschaftsschutz. Die besondere Eigenart des Geländes sowie seine Bedeutung für seltene Arten begründen den besonderen Schutzstatus des Gebiets.

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