Denkmal/Gedenkstätte

Swister Türmchen

Am Swisterberg 26, 53919 Weilerswist

Highlights

  • Der Swister Turm ist ein historisches Wahrzeichen von Weilerswist und wurde 2002 durch einen Verein gerettet.
  • Das Turmgelände am Swister Berg wird ehrenamtlich gepflegt und ist seit 31 Jahren erhalten.
  • Besucher werden gebeten, das Gelände sauber zu halten und keine Abfälle zurückzulassen.

Tipps

  • Nutzen Sie die vielen Sitzgelegenheiten auf dem Gelände, um die ruhige Atmosphäre und die schöne Aussicht zu genießen.
  • Bringen Sie bei Veranstaltungen oder Besuchen ihren Müll selbst mit oder werfen ihn in die vorgesehene Tonne am Gelände.
  • Achten Sie darauf, das Gelände in dem Zustand zu hinterlassen, in dem Sie es vorgefunden haben – keine Reste von Feiern oder Zigarettenkippen in der Landschaft.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Swister Türmchen

Das Swister Türmchen ist ein historischer Kirchturm in Weilerswist, Nordrhein-Westfalen, und zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Es handelt sich um das erhaltene Bauwerk einer einst größeren Wallfahrtskirche, die auf dem Swisterberg thront. Der Turm stammt aus dem frühen Mittelalter und gilt als Überrest der ehemaligen Pfarr- und Wallfahrtskirche des verschwundenen Dorfes Swist. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass bereits in karolingischer Zeit eine Kirche existierte, möglicherweise auf den Resten eines römischen Heiligtums errichtet.

Die erste urkundliche Erwähnung des Gotteshauses erfolgte im Mittelalter, gewidmet dem Heiligen Gereon unter dem Patronat des Kölner Stiftes St. Gereon. Im Verlauf der Geschichte entwickelte sich die Stätte zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, an dem die Verehrung der drei Jungfrauen Fides, Spes und Caritas im Mittelpunkt stand. Pilger suchten hier Schutz und Segen für gute Ernten sowie vor Krankheiten und Krieg. Im Zuge des Kölner Krieges im späten 16. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Siedlung aufgegeben, und die Bewohner zogen in den Schutz der Burgen Kühlseggen und Scheiffahrtsburg, woraus sich schließlich der Ort Weilerswist entwickelte.

Während des 18. Jahrhunderts geriet die Bergkirche zunehmend in Verfall, und die Pfarrrechte gingen an die Pfarrkirche St. Mauritius in Weilerswist über. Nach der Verstaatlichung kirchlichen Besitzes unter Napoleon wurde das Gebäude Gemeindeeigentum. Das Kirchenschiff wurde Anfang des 19. Jahrhunderts aus baulichen Gründen abgetragen, der Turm jedoch erhalten und später instand gesetzt. In den 1950er Jahren wurde im Inneren ein Betraum eingerichtet, und die Wallfahrt erlebte eine Wiederbelebung. Umfangreiche Sanierungsarbeiten in den 1970er Jahren sicherten den Erhalt des Turmes, der seither von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern gepflegt wird.

Das Gelände um das Swister Türmchen. Es verfügt über mehrere Sitzgelegenheiten und bietet eine schöne Aussicht über die umliegende Landschaft. Besucher finden hier eine ruhige Atmosphäre, die sich zu jeder Jahreszeit eignet. Die Pflege des Areals erfolgt durch den Swister Turm e.V., der sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 dafür einsetzt, das kulturelle Erbe zu bewahren und das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Gäste werden gebeten, das Gelände respektvoll zu behandeln und ihre Abfälle mitzunehmen.

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