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Landesarchiv Thüringen - Hauptstaatsarchiv Weimar

Beethovenpl. 3, 99423 Weimar

Highlights

  • Das Hauptstaatsarchiv Weimar verwahrt über 30 Kilometer Archivgut aus elf Jahrhunderten deutscher Geschichte.
  • Es besteht aus zwei historischen Standorten: dem Archivbau am Beethovenplatz und dem ehemaligen Marstall.
  • Das Archiv beinhaltet bedeutende Bestände wie Goethes Schriften, das Bauhaus-Erbe und Dokumente der Gestapo-Zeit.

Tipps

  • Nutzung der beiden Standorte: Bestände bis 1920 am Beethovenplatz, ab 1920 im Marstall.
  • Im Marstall befindet sich der 'Erinnerungsort Gestapokeller' zur Geschichte des Gebäudes.
  • Das Archiv verwahrt über 30 km Regalmeter Dokumente aus elf Jahrhunderten deutscher Geschichte.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Entspannt Bildung Ganzjährig

Kultur und Geschichte entdecken: Landesarchiv Thüringen in Weimar

Das Landesarchiv Thüringen – Hauptstaatsarchiv Weimar ist eine zentrale Behörde und zugleich bedeutende Kulturinstitution in Weimar, Thüringen. Es verwahrt umfangreiche historische Dokumente und Archivalien, die über elf Jahrhunderte deutscher Geschichte dokumentieren. Ursprünglich auf das Jahr 1547 zurückgehend, hat sich das Archiv im Laufe der Zeit zu einer der wichtigsten archivwissenschaftlichen Einrichtungen des Freistaates entwickelt. Als Ministerialarchiv des Landes sowie Nachfolger der Archive der ernestinischen Herzogtümer ist es ein unverzichtbarer Bestandteil der thüringischen Geschichtsforschung.

Das Archivgliedert sich räumlich in zwei Hauptstandorte innerhalb Weimars. Der ältere Teil befindet sich am Beethovenplatz, in einem 1883 bis 1885 errichteten Archivzweckbau, der damals als modernes Magazinarchiv galt und heute die Bestände bis zum Jahr 1920 beherbergt. Der zweite Standort ist der ehemalige Marstall, ein neorenaissancistischer Gebäudekomplex aus dem späten 19. Jahrhundert. Hier lagern die Archivalien ab 1920, und es befindet sich auch ein Lesesaal für die Öffentlichkeit. In diesem Gebäude existiert zudem der sogenannte „Erinnerungsort Gestapokeller“, der an die dunkle Zeit erinnert, als das Gebäude während des Nationalsozialismus als Gestapo-Gefängnis missbraucht wurde.

Die Sammlungen des Hauptstaatsarchivs sind von außergewöhnlicher Vielfalt: Neben Urkunden, Akten, Karten und Zeichnungen beinhalten sie auch elektronische Datenträger sowie bedeutende Einzelschicksale und kulturelle Highlights. Zu den herausragenden Beständen zählen unter anderem die eigenhändige Aufzeichnung von Martin Luthers Wormser Rede, amtliche Schriften von Goethe, Akten des Staatlichen Bauhauses Weimar sowie Dokumente des Konzentrationslagers Buchenwald. Diese Funde machen das Archiv zu einem unverzichtbaren Forschungsort für Historiker, Familienforscher und Kulturinteressierte gleichermaßen.

Heute betreut das Hauptstaatsarchiv Weimar rund 88 Behörden des Freistaates Thüringen sowie des Bundes, darunter Ministerien, die Generalstaatsanwaltschaft und die Landesmedienanstalt. Es fungiert damit nicht nur als historisches Archiv, sondern auch als aktiver Partner der öffentlichen Verwaltung. Die umfangreiche Dienstbibliothek sowie die Möglichkeit zur Benutzung der Bestände gemäß dem Thüringer Archivgesetz ergänzen das Angebot. Besucher können sowohl Forschungen betreiben als auch Gedenkstättenarbeit am Erinnerungsort Gestapokeller wahrnehmen.

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Häufige Fragen zu Landesarchiv Thüringen - Hauptstaatsarchiv Weimar

Was ist das Hauptstaatsarchiv Weimar?
Das Hauptstaatsarchiv Weimar ist das Ministerialarchiv des Freistaates Thüringen und verwahrt umfangreiche historische Bestände aus elf Jahrhunderten. Es ist seit 2016 Teil des Landesarchivs Thüringen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche historischen Bestände beherbergt das Archiv?
Zu den Highlights zählen Luthers Rede vor dem Reichstag in Worms (1521), Goethes amtliche Schriften, Akten des Bauhauses Weimar und Dokumente des KZ Buchenwald. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wo befinden sich die Standorte des Hauptstaatsarchivs?
Das Archiv ist auf zwei Standorte in Weimar verteilt: am Beethovenplatz (Bestände bis 1920) und im ehemaligen Marstall (Bestände ab 1920). Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist der 'Erinnerungsort Gestapokeller'?
Der 'Erinnerungsort Gestapokeller' im Marstall erinnert an die Nutzung des Gebäudes als Gestapo-Gefängnis von 1936 bis 1945, wo politische Gegner inhaftiert und gefoltert wurden. Stand Juni 2026.

Quelle: website