Denkmal/Gedenkstätte

Froschbrunnen

Steubenstraße 33-27, 99423 Weimar

Highlights

  • Der Froschbrunnen in Weimar wurde um 1910 vom Bildhauer Arno Zauche aus Muschelkalkstein geschaffen.
  • Er steht an der Ecke Steubenstraße/Gropiusstraße hinter der ehemaligen Christoph-Martin-Wieland-Schule.
  • Seit 1985 ist der Brunnen wieder wasserführend und zählt zu den Kulturdenkmalen der Stadt.

Tipps

  • Der Froschbrunnen in Weimar befindet sich an der Ecke Steubenstraße/Gropiusstraße, direkt hinter der ehemaligen Jenaplanschule.
  • Der Brunnen wurde 1910 aus Muschelkalkstein gefertigt und ist das einzige erhaltene reine Kalksteinbrunnenbauwerk der Stadt.
  • Seit 1985 fließt wieder Wasser aus dem Brunnen, gespeist über die historische Kirschbachtal-Brunnenleitung.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Froschbrunnen

Der Froschbrunnen in Weimar ist ein kulturhistorisches Denkmal aus Muschelkalkstein, das sich an der Ecke Steubenstraße/Gropiusstraße hinter der ehemaligen Christoph-Martin-Wieland-Schule, heute Jenaplanschule, befindet. Das markante Bauwerk thront an der Stelle des ehemaligen Seminarbrunnens, an den es 1938 verlegt wurde. Ursprünglich war es in den Anlagen unterhalb des Landesmuseums am Jakobsplan aufgestellt. Seit 1985 ist der Brunnen wieder wasserführend und zählt heute zu den erhaltenen Kulturdenkmalen der Stadt.

Gestaltet wurde der Brunnen um die Jahrzehntwende 1910 durch den Bildhauer Arno Zauche im Auftrag der Stadt. Zauche, ein Schüler Adolf von Donndorfs, schuf damit den einzigen reinen Kalksteinbrunnen, der heute noch öffentlich in Weimar steht. Auf einer Säule über dem Brunnentrog erhebt sich ein selbstbewusst dargestellter Frosch, der dem Brunnen seinen Namen gab. Die Ecken unterhalb der Froschflossen sind als stilisierte Raben gearbeitet, was dem Werk eine zusätzliche symbolische Schicht verleiht. Rechts am Brunnenkörper ist zudem ein angearbeitetes Tiertränkbecken angebracht.

Der Froschbrunnen wird über die Kirschbachtal-Brunnenleitung mit Wasser versorgt. Neben diesem Brunnen schuf Arno Zauche auch den Stockentenbrunnen in Weimar, ein weiteres tiermotivisches Werk. Beide Brunnen zeichnen sich durch ihre handwerkliche Qualität und die Verwendung regionalen Materials aus. Sie sind Zeugnisse der städtischen Brunnenkultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts und spiegeln den damaligen stadtplanerischen und künstlerischen Anspruch wider. Der Brunnen wird in der Liste der Kulturdenkmale in Weimar als Einzeldenkmal geführt und dokumentiert somit seinen besonderen kulturhistorischen Wert.

Die Gestaltung des Froschbrunnens vereint Elemente der Skulptur und der praktischen Wasserversorgung. Als Röhrenbrunnen verkörpert er die Tradition der historischen Brunnenkultur Weimars, die nicht nur funktional, sondern auch städtebaulich und ästhetisch von großer Bedeutung war. Die Verlegung des Brunnens an seinen heutigen Standort im Jahr 1938 markierte den Übergang von der historischen zur moderneren Phase der städtischen Wasserversorgung. Heute erinnert der Brunnen als kunstvolles Zeugnis vergangener Epochen an die Bedeutung von Brunnen im städtischen Leben.

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