Gärtnerei
Highlights
- Schloss Belvedere in Weimar-Belvedere ist eine barocke Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach.
- Der Schlosspark wurde im 18. Jahrhundert als englischer Landschaftsgarten gestaltet und gilt als besonders malerisch.
- Zum Ensemble gehören Orangerie, Lust- und Irrgarten sowie der nachklassizistische Russische Garten.
Tipps
- Schloss Belvedere ist derzeit geschlossen und öffnet am 13. Juni 2026 wieder für Besucher.
- Der Park eignet sich gut zum Spazierengehen und bietet barrierefreie Wege.
- Café Belvedere ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Eigenschaften
Über Gärtnerei
Die Gärtnerei in Weimar-Belvedere ist Teil der barocken Sommerresidenz Schloss Belvedere, die südlich von Weimar auf einer Anhöhe liegt. Das Ensemble zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern Thüringens und ist als Element des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“ ausgewiesen. Ursprünglich als Jagdschloss errichtet, entwickelte sich Belvedere im Laufe der Zeit zu einem repräsentativen Lustschloss mit ausgedehntem Park, Orangerie sowie Lust- und Irrgarten. Die Anlage wurde maßgeblich vom herzoglichen Baumeister Gottfried Heinrich Krohne gestaltet.
Im Schloss und seinen angrenzenden Gartenanlagen fanden über Jahrhunderte hinweg pflanzenkundliche Studien statt. Besonders unter Herzog Carl August, der ab 1775 regierte, wurde in Zusammenarbeit mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Goethe ein umfangreicher Botanischer Garten angelegt. Dieser beherbergte zahlreiche heimische und exotische Pflanzenarten. Die Gartenanlage diente nicht nur wissenschaftlichen Zwecken, sondern war auch Schauplatz höfischer Repräsentation und Freizeitgestaltung.
Der heutige Charakter des Parks wurde maßgeblich durch Herzog Carl Friedrich geprägt, der im 19. Jahrhundert einen englischen Landschaftsgarten anlegen ließ. Dabei wurde auf malerische Effekte und natürliche Sichtachsen Wert gelegt. Im Gegensatz zum ursprünglich streng symmetrischen barocken Garten entstanden nun landschaftlich angelegte Bereiche mit Schmuckplätzen, Skulpturen, Fontänen und architektonischen Besonderheiten wie die Große Grotte oder der Rosenberceau. Ein besonderer Teil des Geländes ist der Russische Garten, der auf Wunsch der Großfürstin Maria Pawlowna als Nachbildung ihres Gartens in Sankt Petersburg entstand.
Das Schloss selbst ist heute ein Museum, das Einblicke in das Leben des Adels im Spätbarock und Rokoko gewährt. Aufgrund von Restaurierungsarbeiten sind aktuell nur die Außenräume sowie der Park für Besucher zugänglich. Dennoch bietet die Anlage ausreichend Raum für Spaziergänge und botanistische Entdeckungen. Gäste loben die Größe und Schönheit der Parkanlage, während der Zugang zum Gebäudeinneren derzeit eingeschränkt ist. Der Geländeabschluss im Süden der Stadt macht die Gärtnerei zu einem markanten Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe zur klassischen Weimarer Innenstadt.