Denkmal/Gedenkstätte

Goethes Hausgarten

Park, an der Ilm 1, 99425 Weimar

Highlights

  • Goethes Gartenhaus in Weimar war sein erster eigener Wohnsitz in der Stadt und entstand 1776.
  • Hier schuf er bedeutende Werke wie den „Erlkönig“ und das Gedicht „An den Mond“.
  • Das Haus ist heute als Memorialstätte erhalten und zeigt originale Möbel und Gegenstände aus Goethes Leben.

Tipps

  • Goethes Gartenhaus bietet mit dem elektronischen Tourguide eine informative Möglichkeit, die Räume und den Garten selbstständig zu erkunden.
  • Der Garten ist besonders im Herbst sehenswert und lädt zu einem Spaziergang durch das historische Ensemble am Park an der Ilm ein.
  • Originalmöbel wie das Stehpult und der Sitzbock im Arbeitszimmer vermitteln einen Eindruck von Goethes Lebens- und Arbeitsumfeld.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Goethes Hausgarten

Goethes Hausgarten in Weimar ist ein bedeutender kultureller und historischer Ort, der tief mit dem Leben und Schaffen des berühmten Dichters Johann Wolfgang von Goethe verbunden ist. Bereits seit 1776 diente das Gartenhaus am Rande des Parks an der Ilm als erster eigener Wohnsitz des Universalgelehrten. Hier verbrachte Goethe sechs prägende Jahre, bevor er an den Frauenplan umzog. Das einfache, denkmalgeschützte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, ursprünglich ein leer stehendes Weinberghaus, wurde vom Herzog Carl August als Geschenk für Goethe erworben und vom Dichter selbst liebevoll ausgebaut und gestaltet.

Das Gartenhaus wurde nicht nur zum Wohnsitz, sondern auch zu einem wichtigen Arbeits- und Rückzugsort. In den Räumen entstanden bedeutende Werke wie die Ballade vom „Erlkönig“, das Gedicht „An den Mond“ sowie Teile der Dramen „Iphigenie auf Tauris“ und „Egmont“. Der Garten selbst spiegelt Goethes naturverbundene Lebensweise wider. Er ließ ihn nach seinem Geschmack terrassieren, bepflanzte ihn mit Blumen, Obst und Nutzpflanzen und schuf eine harmonische Dreiteilung aus Hangbereich, Obstwiese und Garten. Noch heute ist diese Struktur erkennbar, wenngleich die ehemaligen Nutzflächen größtenteils mit Rasen bedeckt sind.

Ein besonderes Highlight im Garten ist der „Stein des guten Glücks“, ein von Goethe gemeinsam mit seinem Lehrer Adam Friedrich Oeser entworfenes, nicht-figürliches Denkmal, das 1777 aufgestellt wurde und zu den frühesten seiner Art in Deutschland zählt. Im Haus selbst sind originale Möbel und Alltagsgegenstände aus Goethes Leben zu sehen, darunter sein berühmtes Stehpult mit Sitzbock sowie sein Klappbett. Die Räume sind in der von Goethe bevorzugten Farbgebung restauriert und geben einen authentischen Eindruck von seiner Lebenswelt. Der Einrichtung zufolge stammen die Exponate aus verschiedenen Lebensphasen des Dichters und vermitteln einen persönlichen Zugang zu seiner kreativen und privaten Welt.

Das Gartenhaus wurde bereits 1886 als eine der ersten Goethe-Gedenkstätten eröffnet und zählt heute zum UNESCO-Welterbe „Klassisches Weimar“. Besucher können das Haus mit einem Audioguide erkunden, der tiefere Einblicke in die Geschichte des Hauses, des Gartens und der dort entstandenen Werke ermöglicht. Die Atmosphäre des idyllischen Hauses und seines von Blüten, Bäumen und historischen Spuren durchwirkten Gartens macht den Besuch zu einem besonderen kulturellen Erlebnis. Mit einer Mischung aus literarischer Bedeutung, historischem Ambiente und naturnaher Gestaltung ist Goethes Hausgarten ein lohnendes Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Freunde der deutschen Literaturgeschichte.

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