Haus des Orients
Highlights
- Das Haus des Orients in Weimar ist ein islamisches Gemeindezentrum mit über 1000 Mitgliedern aus etwa 42 Ländern.
- Gegründet 2001, fördert der Verein interkulturellen Dialog und organisiert Moscheebesuche für Schulen.
- Derzeit wird an einem neuen Moscheebau-Projekt gearbeitet, da der aktuelle Standort in der Rießnerstraße 23 zu klein ist.
Eigenschaften
Über Haus des Orients
Das Haus des Orients in Weimar ist ein kulturelles und religiöses Zentrum der muslimischen Gemeinde in der Stadt. Seit seiner Gründung fungiert es als Ort des Zusammenkommens, des Gebets sowie der interkulturellen Begegnung. Die Räumlichkeiten befinden sich in einem Bürogebäude und umfassen eine Fläche von etwa 110 Quadratmetern. Obwohl klein, wird der Platz regelmäßig von bis zu 150 Personen besucht, insbesondere zu den Gebetszeiten oder während des islamischen Fastenmonats Ramadan.
Die Geschichte des Hauses reicht bis in die Zeit der DDR zurück, als sich die erste muslimische Gemeinde aus syrischen und jemenitischen Studierenden sowie algerischen Gastarbeitern gebildet hatte. Diese trafen sich zunächst in einem Zimmer des Studentenwohnheims, mussten diesen Raum jedoch aufgrund neuer Regelungen verlassen. Daraufhin wurde im Jahr 2001 der gemeinnützige Verein „Haus des Orients“ gegründet, um einen festen Ort für die religiösen Bedürfnisse der Gemeinde zu etablieren.
Heute vereint das Haus Mitglieder aus rund 42 verschiedenen Ländern, darunter Syrien, Indien, Ägypten, Russland, Afghanistan und weitere Staaten. Neben der Funktion als Gebetsstätte fördert der Verein den interkulturellen Austausch und organisiert Bildungsangebote wie Koran-Kurse, Vorträge und gemeinsame Aktivitäten mit anderen Religionsgemeinschaften in Thüringen. Besucher loben die ruhige Atmosphäre und die schöne Stimme des Rezitators während der Gebete.
Der Verein engagiert sich auch in sozialen Projekten und unterstützt Hilfsbedürftige durch Spendenaktionen, Bildungsförderung und humanitäre Hilfe. Aufgrund des starken Zuwachses an Gemeindemitgliedern plant der Verein den Bau einer neuen Moschee, um den wachsenden Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Umsetzungsphase, unterstützt durch finanzielle Beiträge der Gemeinde und der breiten Öffentlichkeit.