Denkmal/Gedenkstätte

Löwenbrunnen

Graben 6, 99423 Weimar

Highlights

  • Der Löwenbrunnen am Graben in Weimar wurde 1848 als Ersatz für einen Holzbrunnen errichtet.
  • Stifterin war Großherzogin Maria Pawlowna, Ehefrau von Carl Friedrich.
  • Die Figur des Löwen hält das Wappenschild des wettinischen Adelsgeschlechts in den Tatzen.

Tipps

  • Der Löwenbrunnen am Graben in Weimar ist ein Sandsteinbrunnen mit einer historischen Löwenfigur, die das Wappentier des Großherzogtums darstellt.
  • Der Brunnen wurde 1848 als Ersatz für einen Holzbrunnen errichtet und 1986 nach mutwilliger Zerstörung wiederhergestellt.
  • Das Brunnenbecken verfügt über vier Löwenköpfe als Wasserspeier und erinnert an die wettinische Adelsgeschlechtstradition.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Löwenbrunnen

Der Löwenbrunnen zählt zu den kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Weimar im Bundesland Rheinland-Pfalz. Er steht am Graben und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Anlage besteht aus Sandstein und erhebt sich über einem runden Brunnenbecken, das auf zwei Steinstufen ruht. In der Mitte des Beckens ragt eine Schale mit vier Löwenköpfen empor, die als Wasserspeier dienen. Auf einer schilfverzierten Säule thront die zentrale Figur – ein kleiner, aufrecht stehender Löwe, der mit seinen Vordertatzen das Wappenschild des wettinischen Adelsgeschlechts hält. Dieses Haus war maßgeblich an der Geschichte Weimars beteiligt und begründete das Herrscherhaus des Großherzogtums Weimar-Sachsen-Eisenach, dessen Wappentier der Löwe ist.

Der Brunnen wurde im Jahr 1848 als Ersatz für einen älteren Holzbrunnen errichtet. Stifterin war die Großherzogin Maria Pawlowna, Gattin des Großherzogs Carl Friedrich, der als Sohn und Nachfolger von Carl August regierte – jener Fürst, der Goethes Freund und Förderer war. Die Gestaltung des Brunnens knüpft somit eng an die weimarer Residenzkultur des 19. Jahrhunderts an und spiegelt die Bedeutung des wettinischen Hauses in der Region wider. Die Figur des Löwen blickt herausfordernd in die Welt und ist für jeden deutlich sichtbar, der sich am Graben aufhält.

Im Jahr 1983 wurde der Brunnen mutwillig beschädigt, doch bereits drei Jahre später erfolgte seine kunstvolle Wiederherstellung. Die Rekonstruktion hielt sich eng an das ursprüngliche Erscheinungsbild und die Materialität des historischen Brunnens. Die Darstellung des Wappentiers unterstreicht nicht nur die symbolische Verbindung zur Herrscherfamilie, sondern auch den künstlerischen Wert der Anlage, die als Beispiel für die städtebauliche Gestaltung des 19. Jahrhunderts gilt. Der Löwenbrunnen gehört damit zu einer Reihe von Brunnen in Weimar, die das Stadtbild prägen und Zeugnis von der kulturellen Tradition der Stadt ablegen.

Als historische Sehenswürdigkeit repräsentiert der Brunnen nicht nur die architektonische und künstlerische Entwicklung seiner Zeit, sondern auch die politische Symbolik, die mit dem wettinischen Geschlecht und dem Großherzogtum verbunden ist. Die Anlage ist Teil eines städtischen Ensembles, zu dem auch andere Brunnen und Denkmäler zählen. Besucher, die sich für die Geschichte der Stadt interessieren, stoßen am Graben unweigerlich auf diese markante Figur, die sowohl als architektonisches Element als auch als kulturelles Symbol von Bedeutung ist.

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