Rebecca-Horn-Installation
Highlights
- Die Rauminstallation verbindet Erinnerungskultur mit Weimarer Geschichte und ist seit 2019 Teil des ‚Quartier Weimarer Moderne‘ als fester Lernort für Schulen.
- Die Arbeit verbindet kinetische Kunst mit performativen Elementen und thematisiert die ambivalente NS-Vergangenheit der Stadt – ein Schlüsselwerk der deutschen Erinnerungskunst.
Tipps
- Die Klassik Stiftung Weimar bietet spezifische Bildungsangebote an, die eine fächerübergreifende Verbindung von Kunst, Literatur und Geschichte für Schulklassen ermöglichen.
Eigenschaften
Rebecca-Horn in Weimar: Kunstdenkmal entdecken
Die Rebecca-Horn-Installation in Weimar zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Zeugnissen der Erinnerungskultur zum Holocaust in der zeitgenössischen deutschen Kunst. Seit 1999 befindet sich die Rauminstallation *„Konzert für Buchenwald“* der international renommierten Künstlerin Rebecca Horn in einem historischen Straßenbahndepot des stillgelegten E-Werks. Die Arbeit verbindet auf eindringliche Weise künstlerische Disziplinen wie Performance, kinetische Objekte und Installationen, um eine ambivalente Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte Weimars zu ermöglichen – insbesondere im Kontext ihrer Verbindung zu den Verbrechen des Nationalsozialismus.
Horns Werk schafft einen Raum der Reflexion, der die Besucher*innen durch eine multisensorische Erfahrung mit den historischen Schrecken des Buchenwalds konfrontiert. Die Installation ist nicht nur ein künstlerisches Statement, sondern auch ein Ort der Mahnung, der die komplexe Vergangenheit Weimars – als einstige Hochburg der Weimarer Republik wie auch als Ort nationalsozialistischer Verbrechen – greifbar macht. Seit 2019 ist das E-Werk Teil des Quartiers Weimarer Moderne, das die Installation in einen größeren kulturellen Kontext einbindet und ihre Bedeutung für die Stadtgeschichte unterstreicht.
Die Klassik Stiftung Weimar fördert die Installation durch vielfältige Bildungsangebote, die sich an Schulen und Lehrkräfte richten. Seit Jahren bestehen Kooperationen mit Einrichtungen wie dem Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen, dem Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg oder dem Collège Episcopal Saint-Étienne Straßburg, die fächerübergreifende Projekte zu Themen wie Literatur-, Kunst- und Erinnerungskultur anbieten. Durch Exkursionen, Lehrerfortbildungen und projektorientierte Workshops wird die Installation zu einem lebendigen Lernort, der historische und ästhetische Fragestellungen verbindet – etwa zur Weimarer Klassik, zum Bauhaus oder zur Demokratiegeschichte der Weimarer Republik.
Rebecca Horns Werk, das sich durch seine vielschichtige Auseinandersetzung mit Erinnerung und Trauma auszeichnet, ist ein zentraler Bestandteil der kulturellen Landschaft Weimars. Die Installation lädt dazu ein, sich mit den Widersprüchen der Stadtgeschichte auseinanderzusetzen und zeigt, wie Kunst als Medium der Aufklärung und des Gedenkens wirken kann. Für Besucher*innen, die sich für zeitgenössische Kunst, Geschichtsvermittlung oder die spezifische Erinnerungskultur Weimars interessieren, bietet sie eine einzigartige Erfahrung zwischen Kunst, Geschichte und gesellschaftlicher Verantwortung.