Kirche/Kloster

Hohkreuzkapelle

Kapellenhof 1, 88326 Aulendorf

Highlights

  • Die Hohkreuzkapelle in Aulendorf wurde 1857 erbaut und 1859 eingeweiht.
  • Sie steht auf einem der schönsten Aussichtspunkte Oberschwabens.
  • Die Kapelle wurde mehrfach renoviert, zuletzt 2017.

Tipps

  • Einkehr in der Hohkreuzkapelle bietet Raum für Besinnung und stille Andacht.
  • Parken ist etwa 300 Meter vor der Kapelle möglich, der Weg dorthin ist jedoch nicht barrierefrei.
  • Bei klarem Wetter eröffnet sich von der Kapelle aus eine weitreichende Sicht bis zu den Alpen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Hohkreuzkapelle

Die Hohkreuzkapelle befindet sich in Aulendorf im Bundesland Baden-Württemberg und zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region. Errichtet wurde sie im Jahr 1857 auf dem historischen Hohkreuz, einem Aussichtspunkt mit einer langen Tradition. Bereits 1734 soll an dieser Stelle ein großes Kreuz gestanden haben, das im Laufe der Zeit mehrfach erneuert wurde. Die Kapelle entstand als Zeichen der Verehrung der Unbefleckten Empfängnis Mariens, wenige Jahre nachdem dieser Glaubenssatz von Papst Pius IX. verkündet worden war. Der Bau erfolgte durch Beiträge der gräflichen Standesherrschaft Königsegg sowie der Pfarrgemeinde Aulendorf.

Die Einweihung der Kapelle fand zwei Jahre nach Baubeginn statt. Im Inneren wurde eine Statue der Unbefleckten Gottesmutter aufgestellt, zu der fortan viele Gläubige pilgerten. Besonders an bestimmten Festtagen fanden Prozessionen von benachbarten Pfarreien wie Otterswang und Ebersbach zur Kapelle statt. Auch heute wird der Ort weiterhin gerne als Andachtsstätte und Ruhepunkt aufgesucht. Mehrfach wurde die Kapelle im Laufe der Jahre renoviert, zuletzt im Jahr 2017. Das Kreuz selbst erhielt 1997 eine neue Gestaltung durch Graf Johannes zu Königsegg-Aulendorf, der ein Eichenkreuz stiften ließ.

Die Hohkreuzkapelle ist nicht nur wegen ihrer religiösen Bedeutung von Interesse, sondern auch wegen ihrer landschaftlichen Lage. Der Standort auf dem Hohkreuz bietet bei klarem Wetter eine weite Aussicht, die bis in die Alpen reicht. Zahlreiche Bänke laden zum Verweilen und zur Besinnung ein. Der Weg zur Kapelle ist allerdings nicht barrierefrei, sodass der Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität erschwert ist. Etwa 300 Meter vor der Kapelle besteht die Möglichkeit, kostenfrei zu parken, bevor der Aufstieg zu Fuß erfolgt.

Die sakrale Architektur der Kapelle spiegelt den kirchlichen und kulturellen Geist der Zeit ihres Entstehens wider. Ihre Erhaltung und Pflege zeugen von der kontinuierlichen Verbundenheit der Gemeinde mit diesem Wallfahrtsort. Neben der Hohkreuzkapelle unterhält die Katholische Kirchengemeinde St. Martin in Aulendorf weitere sakrale Bauwerke, darunter die Friedhofskapelle, die ebenfalls eine reiche Geschichte aufweist und mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Diese engere Verzahnung mit der Ortsgemeinde unterstreicht die zentrale Rolle solcher Kapellen im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben der Region.

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