Galerie

'E.O.Plauen' Erich Ohser

Nobelstraße 7, 08523 Plauen

Highlights

  • Erich Ohser, bekannt als e.o.plauen, schuf die berühmten Comics um Vater und Sohn.
  • 1934 begann er unter dem Pseudonym e.o.plauen in der Berliner Illustrirten Zeitung.
  • Seine Karikaturen von Hitler und Goebbels machten ihn den Nationalsozialisten verhasst.

Tipps

  • Das Museum e.o.plauen in Plauen widmet sich dem Leben und Werk des Zeichners Erich Ohser, bekannt als e.o.plauen, vor allem durch seine beliebten Vater-und-Sohn-Geschichten.
  • Wechselnde Ausstellungen bieten Einblicke in Ohsers politische Karikaturen, privates Leben und künstlerische Entwicklung – ergänzt durch zeitgenössische Kommentare.
  • Das Erich-Ohser-Haus ist ein Ort für alte und neue Fans der Comics: mit Führungen, Bildungsangeboten und einer Galerie, die das kreative Erbe lebendig macht.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über 'E.O.Plauen' Erich Ohser

Die Galerie e.o.plauen im Erich-Ohser-Haus in Plauen widmet sich dem Leben und Werk des bedeutenden deutschen Zeichners Erich Ohser, der unter dem Pseudonym e.o.plauen vor allem durch seine beliebten Bildgeschichten um „Vater und Sohn“ bekannt wurde. Das Museum befindet sich in der Nobelstraße und zählt zu den kulturellen Highlights der Stadt. Es präsentiert auf drei Etagen in halbjährlich wechselnden Ausstellungen verschiedene Facetten von Ohsers vielseitigem Schaffen – von humorvollen Strips über scharfsinnige Karikaturen bis hin zu Landschafts- und Figurenzeichnungen. Besucher erhalten so einen umfassenden Einblick in das künstlerische Erbe des Plauener Sohnes, der mit seinen Werken nicht nur die deutsche Comic-Kunst maßgeblich prägte, sondern auch als sensibler Beobachter seiner Zeit galt.

Geboren 1903 in Untergettengrün, kam Ohser im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie nach Plauen. Nach einer Schlosserlehre studierte er in Leipzig an der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe und etablierte sich rasch als talentierter Illustrator und Karikaturist. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Erich Kästner sowie durch satirische Zeichnungen, die ihm die Aufmerksamkeit der Nationalsozialisten einbrachten. Nach 1933 durfte er zunächst nicht mehr veröffentlichen, bis er 1934 unter dem Namen e.o.plauen mit der Bildergeschichte „Vater und Sohn“ Erfolg hatte. Diese Geschichten wurden zu Ikonen der deutschen Comicszene und erschienen über Jahre hinweg in der „Berliner Illustrirten Zeitung“. Ohsers ambivalentes Verhältnis zum NS-Regime endete tragisch: 1944 wurde er aufgrund einer Denunziation verhaftet und beging Selbstmord.

Die Galerie e.o.plauen vermittelt nicht nur die künstlerische Entwicklung und die Vielseitigkeit von Ohser, sondern auch die historischen Umstände, unter denen er schuf. Neben den klassischen Bildgeschichten werden auch seltene Werke, Skizzen und Zeichnungen aus verschiedenen Epochen seines Schaffens gezeigt. Besondere Ausstellungsformate laden dazu ein, Ohsers Werk aus zeitgenössischer Perspektive neu zu entdecken. Die Galerie bietet zudem museumspädagogische Angebote, Workshops und Veranstaltungen an, die sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richten. Auch das Engagement der e.o.plauen-Gesellschaft und der Stiftung e.o.plauen zeigt die nachhaltige Wertschätzung für den Künstler in seiner Geburtsstadt. Mit einem beeindruckenden Bewertungsdurchschnitt von 4,8 von 5 Sternen wird das Museum von Besuchern als liebevoll gestaltet und informativ wahrgenommen – eine lohnenswerte Kulturstation inmitten Thüringens.

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