Kirche/Kloster

Pfarramt Kirche Jößnitz & Steinsdorf

Pfarrweg 7, 08547 Plauen-Jößnitz

Highlights

  • Die Kirche Jößnitz (erbaut 1755) vereint spätgotische Heiligenfiguren (1495) und einen Flügelaltar (1497) von Peter Breuer, Schüler Tilman Riemenschneiders.
  • Steinsdorfs Kirche (um 1400) überstand jahrhundertelange Reparaturverzichte und bewahrt barocke Innenbemalungen (um 1700) sowie eine 1703 errichtete Schülerchor-Empore.
  • Seit 1538 läuten zwei Glocken in Jößnitz, während der 1598 geschaffene Taufstein und ein 1688 gestiftetes Lesepult historische Zeugnisse der Region sind.

Tipps

  • Der Flügelaltar von 1497, geschaffen von Peter Breuer, gilt als bedeutendstes Werk des Zwickauer Bildhauers und zeigt barocke Übermalungen aus dem 18. Jahrhundert.
  • Der Taufstein aus dem Jahr 1598 gehört zu den erhaltenen Bestandteilen des Vorgängerbaus und ist Teil der historischen Ausstattung der Kirche Jößnitz.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kirche Jößnitz & Steinsdorf – Sakrale Ausflugsziele in Plauen

Das Pfarramt Kirche Jößnitz & Steinsdorf in Plauen-Jößnitz vereint sakrale Geschichte mit architektonischer Vielfalt und ist ein bedeutendes kulturelles Juwel der Region. Die Kirche in Jößnitz entstand im 18. Jahrhundert, doch ihre Wurzeln reichen bis in die Spätgotik zurück. Besonders die fünf spätgotischen Heiligenfiguren aus dem Jahr 1495 – lange Zeit auf dem Kirchenboden verborgen – wurden erst kürzlich restauriert und verleihen dem Kirchenschiff eine besondere Atmosphäre. Auch der spätgotische Flügelaltar von 1497, geschaffen vom Zwickauer Bildschnitzer Peter Breuer, zählt zu den ältesten Werken des Schülers von Tilman Riemenschneider und wurde später barock überformt.

Die Orgel des Gebäudes ist ein Meisterwerk aus dem Jahr 1874, gefertigt vom Orgelbaumeister Carl Eduard Schubert. Ihr romanisch inspiriertes, teilweise vergoldetes Gehäuse unterstreicht den historischen Charme. Seit 1538 läuten hier zwei Glocken zum Gottesdienst, während der Taufstein aus dem Jahr 1598 und das 1688 gestiftete Lesepult von Schlossherr Watzdorff auf eine jahrhundertelange Tradition verweisen. Die Innenbemalung stammt großteils aus dem Bauernbarock des frühen 18. Jahrhunderts und ist bis heute weitgehend unverändert erhalten.

Die Kirche in Steinsdorf, vermutlich um 1400 errichtet, gilt fast als Wunder der Überlieferung, denn sie durchlief immer wieder Phasen, in denen eine Reparatur als unrentabel galt. 1703 ließ Herr von Watzdorf eine prächtige Empore als Schülerchor errichten, und 1712 folgte ein größerer Umbau. 1935 erfolgte eine grundlegende Wiederherstellung, während das Treppenhaus 1951 neu gestaltet wurde. Der spätgotische Altar und Teile der Ausstattung wurden später angepasst, doch der Kern der Baukunst bleibt bis heute spürbar.

Mit einer Bewertung von 4,4 von 5 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) ist das Pfarramt nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Ort der Begegnung mit Geschichte. Die Kombination aus gotischen, barocken und neugotischen Elementen macht es zu einem einzigartigen Zeugnis regionaler Sakralarchitektur – ein Muss für Geschichtsinteressierte und Kunstliebhaber.

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