Denkmal/Gedenkstätte

ehemalige Synagoge Singhofen mit GEdenktafel

Hauptstraße 103-95, 65321 Singhofen

Highlights

  • In Singhofen bestand bis 1938/41 eine jüdische Gemeinde mit Synagoge, die auch Gemeinden aus Tiefenbach und Roth umfasste.
  • Die Synagoge war Teil eines 1841/42 gegründeten gemeinsamen Synagogenbezirks für Singhofen und umliegende Dörfer.
  • Samuel Goldschmidt betrieb hier im 19. Jh. ein jüdisches Manufaktur-, Kurz- und Kolonialwarengeschäft.

Tipps

  • Die Gedenktafel informiert über die Geschichte der jüdischen Gemeinde und deren Bedeutung für die regionale Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
  • Die Ausstellungsstücke und historischen Dokumente geben Einblicke in das Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten jüdischer Einwohner wie das Gewerbe von Samuel Goldschmidt.
  • Die barrierefreie Gestaltung des Gebäudes ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Zugang zu den Ausstellungsbereichen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ehemalige Synagoge Singhofen – Kulturdenkmal erkunden

In Singhofen erinnert die ehemalige Synagoge an eine bedeutende Phase der jüdischen Geschichte des Ortes. Die Gemeinde war seit dem frühen 19. Jahrhundert hier ansässig und entwickelte sich zu einem wichtigen Teil des lokalen Lebens. Besonders im 19. Jahrhundert lebten hier jüdische Familien, deren Zahl zwischen 1843 und 1871 schwankte – von rund 70 auf etwa 53 Einwohner. Diese Menschen waren nicht nur Teil der Bevölkerung, sondern prägten auch das wirtschaftliche und kulturelle Leben durch Gewerbebetriebe wie die Manufaktur-, Kurz- und Kolonialwarengeschäfte, etwa das von Samuel Goldschmidt.

Die jüdische Gemeinde Singhofens war Teil eines größeren Verbundes: Seit 1841/42 gehörten die jüdischen Familien aus Singhofen, Niedertiefenbach, Obertiefenbach und Roth einem gemeinsamen Synagogenbezirk an. Dies zeigt die Vernetzung der jüdischen Gemeinden in der Region und die Bedeutung religiöser Zusammengehörigkeit. Die Synagoge selbst diente als zentraler Ort für den Glauben und das Gemeinschaftsleben der jüdischen Einwohner. Heute zeugt eine Gedenktafel an diesem Standort von der einstigen Präsenz der Gemeinde und ihrer Geschichte.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Singhofen endete mit der Zeit des Nationalsozialismus, als die letzten jüdischen Einwohner 1938/41 vertrieben oder deportiert wurden. Die ehemalige Synagoge ist seither ein stiller Zeuge dieser tragischen Ereignisse. Die Gedenktafel am Ort erinnert an die jüdische Vergangenheit und mahnt zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes Singhofens und ein Ort der Reflexion über die Geschichte der jüdischen Minderheit in der Region.

Wer sich für die Geschichte der jüdischen Gemeinden in der Umgebung interessiert, findet hier nicht nur lokale Bezüge, sondern auch Verbindungen zu den Nachbarorten Niedertiefenbach, Obertiefenbach und Roth. Die Synagoge Singhofens steht dabei als Symbol für das gemeinsame Leben und die kulturelle Vielfalt, die einst in dieser Region existierte. Die Gedenktafel lädt dazu ein, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen und das Erbe der jüdischen Mitbürger zu würdigen.

Die ehemalige Synagoge ist somit ein bedeutsames historisches Denkmal, das Einblicke in das Leben der jüdischen Gemeinde gibt. Sie zeigt, wie sich religiöse und wirtschaftliche Strukturen in Singhofen entwickelten und wie die Gemeinschaft trotz Herausforderungen ein fester Bestandteil des Ortes war. Die Gedenktafel am Standort bleibt ein Mahnmal und eine Erinnerung daran, dass das Erbe der jüdischen Geschichte bewahrt und weitergegeben werden muss.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…