St. Jakobus der Ältere
Highlights
- Die Kirche St. Jakobus der Ältere in Weiskirchen wurde 1830–1833 im neugotischen Stil erbaut.
- Sie beherbergt Werke des Bildhauers Willi Hahn, darunter den Ambo von 1979 und die 63 Zentner schwere Sakramentssäule.
- Die Orgel wurde 1951 erbaut und 1981 um vier Register erweitert, das Geläut umfasst fünf Bronzeglocken von 1955.
Tipps
- Besucher finden die Sakramentskapelle mit der Sandsteinsäule und der Bronzekrone besonders sehenswert.
- Die Kirche verfügt über ein historisches Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert und barocke Monstranzen.
- Sechs farbige Fenster aus den 1950er Jahren veranschaulichen Heilsgeheimnisse.
Eigenschaften
Über St. Jakobus der Ältere
Die Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere in Weiskirchen im Landkreis Merzig-Wadern ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk des Saarlandes. Die römisch-katholische Kirche ist nach dem Apostel Jakobus dem Älteren geweiht und seit ihrer Errichtung ein zentraler Ort der Gemeinde. Als Einzeldenkmal ist sie in die Denkmalliste des Saarlandes aufgenommen. Die heutige Kirche entstand in den frühen 1830er Jahren und ersetzte eine gotische Vorgängerkirche, die zuvor abgerissen worden war. In den Jahren nach 1945 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt, gefolgt von einer Erweiterung im Jahr 1952, bei der der klassizistische Chor abgebrochen und eine Sakramentskapelle errichtet wurde. In den Jahrzehnten danach fanden weitere Umbauten und Restaurationen statt, die sich vor allem auf den Innenraum bezogen.
Die Ausstattung der Kirche vereint Werke unterschiedlicher Künstler verschiedener Epochen. Zu den bemerkenswerten Gestaltungen gehören Arbeiten des Bildhauers Willi Hahn aus Trier, darunter der Ambo aus dem Jahre 1979 sowie der Hochaltar von 1981. In der Sakramentskapelle steht eine 63 Zentner schwere Sandsteinsäule aus dem Jahre 1982, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigt. Ebenfalls in der Kapelle befindet sich eine aus Bronze geschmiedete Leuchterkrone von Klaus Apel, die rund 9 Zentner wiegt und 1990 geschaffen wurde. Weitere kunstvolle Elemente stammen vom Kölner Bildhauer und Goldschmied Egino Weinert, darunter der Gnadenstuhl, der Barmherzige Vater sowie die Kreuzwegstationen. Ergänzt wird die Innenausstattung durch ein Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert, barocke Monstranzen, ein Altarhängekreuz aus der Zeit um 1630 sowie mehrere Heiligenfiguren und ein gotisches Reliquiar aus dem 17. Jahrhundert.
Die Kirche verfügt über eine kunstvolle Glasmalerei in sechs Fenstern, die zwischen 1951 und 1961 entstanden und Darstellungen der Heilsgeheimnisse zeigen. Vor der Pieta-Kapelle ist ein großes Gitter mit Bergkristall und Krone sowie sieben Schwertern angebracht. Die Orgel wurde 1951 erbaut und 1981 um vier Register erweitert. Sie verfügt über zwei Manuale und Pedal mit insgesamt 26 bis 28 Registern und ist mit modernen Spielhilfen wie Registercrescendo und Tutti ausgestattet. Die klangvolle Glockenausstattung besteht aus fünf Bronzeglocken, die 1955 von der Saarlouiser Glockengießerei gegossen wurden. Die Schlagtöne reichen von cis′ bis h′, wobei die größte Glocke 1930 Kilogramm wiegt.
Die Kirche St. Jakobus der Ältere ist nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein kulturelles und kunsthistorisches Zeugnis in Weiskirchen. Ihre architektonische Entwicklung sowie die kunstvolle Innenausstattung machen sie zu einem bemerkenswerten Beispiel sakraler Baukultur im Saarland. Die vielfältigen Epochen und künstlerischen Einflüsse spiegeln sich in der Gestaltung des Raumes und seiner Ausstattung wider und laden zur Betrachtung und Besinnung ein.