Denkmal/Gedenkstätte

Schweppermannsbrunnen

91781 Weißenburg in Bayern

Highlights

  • Der Schweppermannsbrunnen steht am nördlichen Ende des Marktplatzes in Weißenburg in Bayern.
  • Er wurde 1548/49 erbaut und 1685/86 von Hans Georg Schwickard erneuert.
  • Die Ritterfigur auf der Säule wurde 1967 erneuert, die Originale ist im Reichsstadtmuseum ausgestellt.

Tipps

  • Der Schweppermannsbrunnen befindet sich am nördlichen Ende des Marktplatzes direkt vor dem Alten Rathaus.
  • Die Ritterfigur auf dem Brunnen wurde 1967 erneuert, das Original ist im Reichsstadtmuseum Weißenburg zu sehen.
  • Ein Rundgang durch die historische Altstadt ermöglicht einen Spaziergang von Brunnen zu Brunnen mit sehenswerten Details.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schweppermannsbrunnen

Der Schweppermannsbrunnen zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Großen Kreisstadt Weißenburg in Bayern und steht am nördlichen Ende des Marktplatzes direkt vor dem Alten Rathaus. In unmittelbarer Nähe zur denkmalgeschützten Altstadt erhebt sich der Brunnen auf einer Höhe von 424 Metern über Normalhöhennull. Die Anlage ist unter der Denkmalnummer D-5-77-177-272 als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet. Ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtet, wurde der Brunnen einige Jahrzehnte später erneuert und erhielt seine heutige Form. Der Name „Schweppermannsbrunnen“ leitet sich von einer Sage ab, die an eine historische Schlacht erinnert und einen Weißenburger Bürger ehrt, der dem Seyfried Schweppermann beistand.

Die Bauweise des Brunnens entspricht einem oktogonalen Grundriss, wobei der zentrale Pfeiler aus Sandstein gefertigt wurde. Vier Wasserrohre münden aus den Mündern von flachen Fratzenmasken und speisen den Brunnen mit Wasser. Der ausladende Abschluss des Pfeilers trägt eine hohe Säule, die in den 1960er Jahren erneuert wurde. Auf dieser Säule ruht eine Ritterfigur, die in ihrer heutigen Form ebenfalls eine Neuinterpretation darstellt. Das Original befindet sich heute im Reichsstadtmuseum Weißenburg und wird als eine Art Rolandstatue interpretiert. Die Darstellung des Ritters mit Lanze und Schild verweist auf die symbolische Funktion des Brunnens als Ausdruck städtischer Rechte und Eigenständigkeit.

Der Brunnen war ursprünglich unter dem Namen „Schöner Brunnen“ bekannt, bevor er im Verlauf des 19. Jahrhunderts nach der Sage umbenannt wurde. Seine zentrale Lage auf dem Marktplatz macht ihn zu einem markanten Element der städtebaulichen Gestaltung Weißenburgs. Die Umgebung des Brunnens gehört zu den geschichtsträchtigen Bereichen der Stadt und lädt zur Besichtigung der umliegenden Bauten ein, darunter das Lebküchnerhaus und der Archivturm des Alten Rathauses. Diese Bauwerke prägen das Stadtbild und unterstreichen den kulturellen Wert des gesamten Marktplatzes.

Als Teil der historischen Altstadt bietet der Schweppermannsbrunnen Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, die Entwicklung der Region im Kontext mittelfränkischer Stadtgeschichte nachzuvollziehen. Die enge Verzahnung mit anderen Sehenswürdigkeiten Weißenburgs macht den Brunnen zu einem lohnenswerten Bestandteil einer Rundgangstour durch das Stadtzentrum. Die ruhige Atmosphäre und die Nähe zu gastronomischen Einrichtungen tragen dazu bei, dass sich der Ort sowohl für einen kurzen Aufenthalt als auch für eine ausführlichere Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte eignet.

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