Denkmal/Gedenkstätte

Fischerbrunnen Fischmarkt

Fischmarkt 29-30, 17491 Greifswald

Highlights

  • Der Fischerbrunnen Fischmarkt in Greifswald zeigt seit 1998 eine Bronzestele mit zwei Fischern aus den 1990er-Jahren als verkleinerten Ersatz für den geplanten Großbrunnen.
  • Der Brunnen entstand nach Entwürfen von Jo Jastram (1984), dessen ursprünglicher Entwurf Figuren wie einen Klabautermann oder eine Sonnenuhr umfasste – diese wurden nicht realisiert.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang am Fischerbrunnen ermöglicht einen barrierefreien Zugang zum Marktplatz und den umliegenden Bereichen.
  • Die Reliefstele aus dem Jahr 1973 zeigt im Rosengarten eine badende Familie sowie ein Paar im Wasser als künstlerische Darstellung eines historischen Springbrunnens.
  • Die beiden Bronzefiguren von Fischern mit Netzen stammen aus dem Jahr 1991 und sind Teil des umgestalteten, wenn auch verkleinerten Brunnens von 1998.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Fischerbrunnen Greifswald – Kulturdenkmal am Fischmarkt

Der Fischerbrunnen Fischmarkt in Greifswald ist ein markantes Kunstwerk, das die maritime Tradition der Stadt in einer modernen Skulptur vereint. Ursprünglich als Teil eines größeren Brunnenkonzepts geplant, das 1984 von dem Bildhauer Jo Jastram entworfen wurde, entstand der heutige Brunnen erst 1998 in einer verkleinerten, aber gleichwohl beeindruckenden Form. Das Projekt war Teil eines größeren Vorhabens, den historischen Marktplatz vor dem Rathaus mit einem zentralen Wasserspiel zu bereichern – ein Vorhaben, das durch den Plattenbau-Boom in den 1970er-Jahren zunächst scheiterte. Erst nach der Wende konnte Jastram sein Werk realisieren, wenn auch an einem anderen Standort.

Der Brunnen zeigt zwei Bronzefiguren von Fischern, die mit ihren Netzen eine lebendige Szene aus dem Alltag der Greifswalder Hafenarbeiter darstellen. Die Figuren basieren auf Gipsmodellen aus den 1980er-Jahren und wurden 1991 in Bronze gegossen. Ursprünglich waren weitere Elemente wie eine Sonnenuhr, ein Klabautermann sowie ein Hund und eine Katze vorgesehen, die jedoch nicht umgesetzt wurden. Der Brunnen selbst ist Teil eines barrierefreien Ensembles, das den Marktplatz mit kultureller und historischer Bedeutung verbindet.

Der Standort des Fischerbrunnens liegt in der Nähe des Museumskomplexes, der aus zwei klassizistischen Gebäuden besteht: dem Grauen Kloster und der ehemaligen Stadtschule. Beide wurden im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert errichtet und prägten das Stadtbild Greifswalds. Das Graue Kloster, erbaut 1845, war einst ein modernes Altersheim und wurde später zum Museum umgebaut. Heute vereint der Komplex historische Exponate mit moderner Architektur – etwa durch rollstuhlgerechte Zugänge und Aufzüge, die auch die Kellergewölbe zugänglich machen.

Der Fischerbrunnen ist nicht nur ein künstlerisches Highlight, sondern auch ein Symbol für die Wiederbelebung des historischen Kerns Greifswalds. Er verbindet die maritime Geschichte der Stadt mit zeitgenössischer Kunst und lädt Besucher ein, die Verbindung zwischen Tradition und Moderne zu erleben. Als Teil des Fischmarkts bietet er zudem einen ruhigen Ort zur Pause inmitten des lebhaften Stadtlebens.

Der Brunnen ist ein Beispiel dafür, wie Kunst und Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können – auch wenn nicht alle ursprünglichen Pläne verwirklicht wurden, bleibt er ein bedeutendes Denkmal der Greifswalder Kulturlandschaft.

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