Parks & Gärten

NSG Eldena

17493 Greifswald

Highlights

  • Das NSG Eldena liegt am südöstlichen Stadtrand von Greifswald und umfasst 420 Hektar.
  • Es schützt artenreiche Laubwälder mit alten Naturwaldzellen und dient als Forschungsgebiet der Universität Greifswald.
  • Das Gebiet ist durch feuchte Böden geprägt und beherbergt seltene Pflanzen- und Tierarten, darunter heimische Greifvögel und Fledermäuse.

Tipps

  • Das NSG Eldena liegt direkt am südöstlichen Stadtrand von Greifswald und ist über gut ausgebauten Wegen zu erreichen.
  • Im nördlichen Bereich des Schutzgebietes befindet sich der historische Elisenhain, ein feuchter Eichen-Hainbuchenwald mit alten Bäumen und hohem Naturschutzwert.
  • Für Tierbeobachtungen eignet sich der Bereich um den Elisenhain besonders gut, hier brüten seltene Arten wie Zwergschnäpper und es gibt Quartiere für heimische Fledermäuse.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über NSG Eldena

Das Naturschutzgebiet Eldena liegt am südöstlichen Stadtrand von Greifswald im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Es umfasst eine Fläche von 420 Hektar und zählt zu den landschaftlich und ökologisch bedeutsamen Schutzgebieten der Region. Das Gelände erstreckt sich überwiegend über eiszeitlich geprägte Grundmoränen mit wassergesättigten Böden wie Gleye und Niedermoore. Diese Bedingungen fördern den Artenreichtum der Laubwälder, die hier unter naturnahen Bedingungen wachsen.

Im NSG Eldena dominieren heute Erlen-Eschen-Wälder sowie feuchte Buchenwälder, in denen alte Baumarten wie Bergahorn, Esche, Rotbuche und Bergulme vorkommen. Die Krautschicht bietet heimische Pflanzen wie Waldschwingel, Scheiden-Goldstern und Breitblättrige Glockenblume. Im Frühjahr präsentiert sich der Buchenwald besonders farbenfroh mit dichten Beständen von Buschwindröschen, Hohlem und Mittlerem Lerchensporn. Historisch gesehen wurde das Gebiet bereits in der schwedischen Landesaufnahme von 1697 erfasst. Im Zuge der preußischen Forstwirtschaft im 19. Jahrhundert wurde die traditionelle Waldnutzung abgeschafft und das Areal in einen sogenannten Hochwald überführt, was erhebliche Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Vegetation hatte.

Heute dient ein Teil des NSG Eldena als Forschungs- und Lehrgebiet der Universität Greifswald. Drei kleinere Naturwaldzellen mit einer Gesamtfläche von 28 Hektar wurden eingerichtet, in denen natürliche Waldentwicklungsprozesse beobachtet und dokumentiert werden. Aufgrund des Eschentriebsterbens sind in den vergangenen Jahren viele Eschen im Gebiet abgestorben, was Veränderungen in der Waldstruktur mit sich gebracht hat. Dennoch bleibt das NSG Eldena ein wertvolles Lebensraumreservoir – sowohl für Brutvögel wie Zwergschnäpper und Schlagschwirl als auch für Greifvögel und verschiedene Eulenarten. Auch Fledermäuse finden hier vielfältige Quartiere.

Das Naturschutzgebiet ist durch mehrere Wanderwege erschlossen und gilt aufgrund seiner Nähe zur Stadt als wichtiges Naherholungsgebiet. Informations- und Lehrtafeln entlang der Wege vermitteln Einblicke in die ökologischen Zusammenhänge des Schutzgebiets. Daneben entsteht derzeit ein Bodenlehrpfad durch das Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald. Regelmäßig finden Exkursionen botanischer und zoologischer Lehrveranstaltungen statt. Ein markantes Element des Geländes ist die Ruine eines ehemaligen Klosters, die direkt neben einem beliebten Eiscafé liegt und Besucher*innen aus der Umgebung sowie Tourist*innen anzieht.

Bewertungen

4,6 (53) 4.6 aus 53 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,6 (53) 4.6 · 53 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…