Karmelitinnenkloster Welden
Highlights
- Das Karmelitinnenkloster Welden entstand 1929/31 neben der Votivkirche St. Thekla auf dem Theklaberg.
- Die Kirche wurde 1756–1758 vom Baumeister Johann Adam Dossenberger im Rokoko-Stil erbaut.
- Stifter des Gotteshauses war Graf Joseph Maria Fugger von Wellenburg, der es als Votivbau errichten ließ.
Tipps
- Die Wallfahrtskirche St. Thekla liegt hoch über Welden und bietet einen besonderen Blick über das Tal.
- Ein eigener Parkplatz direkt neben der Kirche ist vorhanden.
- Die Kirche ist ein ruhiger Ort für Besuche und persönliche Andacht.
Eigenschaften
Über Karmelitinnenkloster Welden
Das Karmelitinnenkloster Welden thront erhaben über dem Marktflecken Welden im Landkreis Augsburg und ist ein beeindruckendes Beispiel sakraler Architektur aus dem Rokoko. Die Klosterkirche St. Thekla, benannt nach der Kirchenpatronin Thekla von Ikonium, wurde ab 1756 nach Entwürfen des Baumeisters Johann Adam Dossenberger errichtet und 1758 feierlich eingeweiht. Ursprünglich als Votivkirche vom Adeligen Joseph Maria Fugger von Wellenburg gestiftet, steht das Gotteshaus auf dem ehemaligen Burgstall des Theklabergs und bietet einen atemberaubenden Blick über das Laugnatal. Die barocke Ausstrahlung des Bauwerks mit seinen geschwungenen Formen, flachen Pilastern und einem charakteristischen Kupferhelm über dem Westturm verleiht dem Ensemble eine außergewöhnliche Ästhetik, die an Bauten wie die Günzburger Frauenkirche erinnert.
Die Kirche dient seit 1929 als Klosterkirche für das Haus der Unbeschuhten Karmelitinnen, das direkt neben dem Gotteshaus errichtet wurde. Der Innenraum besticht durch eine lichtdurchflutete Architektur mit zahlreichen geschweiften Fenstern, kunstvoll gestalteten Chor- und Seitenaltären sowie einer fein gearbeiteten Holzempore. Besonders erwähnenswert ist die ruhige und meditative Atmosphäre, die viele Besucher für Gebet und Stille schätzen. Historische Spuren wie das Fuggerwappen über dem Westportal oder die Wendeltreppe zur ehemaligen Priesterwohnung zeugen von der reichen Vergangenheit des Ortes. Mehrere umfangreiche Restaurierungen im Laufe der Jahrzehnte haben das Bauwerk erhalten und den heutigen Zustand ermöglicht.
Die besondere Lage hoch über dem Ort macht die St. Thekla zu einem markanten Wahrzeichen und lohnenden Ausflugsziel in der Region. Ein eigener Parkplatz direkt neben der Kirche sorgt für guten Zugang. Obwohl das Kloster in naher Zukunft aufgelöst werden soll, da keine neuen Schwestern mehr eintreten, bleibt die Kirche weiterhin für Besucher geöffnet. Mit einer hervorragenden Bewertung von 4,80 von 5 Sternen bei Google wird der Ort von vielen Gästen als „wunderbar“, „ruhig“ und „besonders“ beschrieben – sowohl wegen seiner sakralen Ausstrahlung als auch wegen der malerischen Lage. Der Klosterberg lädt zudem zu einem Spaziergang oder Momenten der Besinnung ein, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.