Heimatmuseum Christinas Stube
Highlights
- Christinas Stube in Polch ist ein privates Heimatmuseum im ehemaligen Wohnhaus der Künstlerin Gisela Ackermann.
- Das 1860 erbaute Eifler Bruchsteinhaus zeigt historisches Mobiliar, Porzellan und eine umfangreiche Puppensammlung aus zwei Jahrhunderten.
- Das Museum beherbergt wechselnde Ausstellungen, eine Bibliothek und Räume für kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen oder Malkurse.
Tipps
- Das Museum ist sonntags und mittwochs von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, Eintritt nur nach Absprache.
- Interessierte können auf Anfrage eine persönliche Führung erhalten.
- Im Garten lädt eine Laube zum Verweilen und Plauschen ein.
Eigenschaften
Über Heimatmuseum Christinas Stube
Das Heimatmuseum Christinas Stube in Polch im Landkreis Mayen-Koblenz ist ein kulturhistorischer Ort, der in einem privaten Eifler Bruchsteinhaus aus der Biedermeierzeit beheimatet ist. Das Gebäude wurde 1860 vom Urgroßvater der Künstlerin Gisela Ackermann erbaut und später von dieser als Museum konzipiert. Seit 1983 besteht die Sammlung, die ursprünglich als private Leidenschaft begann und nach und nach zu einer umfassenden Präsentation alltäglicher Kultur und Kunst aus vergangenen Jahrhunderten heranwuchs. Das Anwesen umfasst original erhaltene Räume mit Möbeln, Küchenausstattung, Porzellan und Alltagsgegenständen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Ein besonderer Schwerpunkt des Museums liegt auf der Puppensammlung, die seit 1984 aufgebaut wurde. Sie zeigt sowohl historische Porzellanpuppen aus thüringischen Manufakturen als auch Künstlerpuppen zeitgenössischer Puppenmacherinnen. Ergänzt wird diese Sammlung durch detailreiche Puppenstuben aus der Zeit zwischen 1880 und 1930. Diese Stücke spiegeln nicht nur handwerkliche Finesse wider, sondern geben auch Einblicke in die Lebenswelt vergangener Epochen. Die ehemalige Besitzerin Gisela Ackermann, verstorben 2014, hinterließ zudem eine umfangreiche Sammlung eigener Gemälde, die heute im ehemaligen Wohnhaus ausgestellt sind und als künstlerisches Vermächtnis einen zentralen Bestandteil der Ausstellung bilden.
Das Museum versteht sich nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als Begegnungsstätte für Kulturinteressierte. Neben wechselnden Ausstellungen finden hier regelmäßig Veranstaltungen wie Lesungen oder Malkurse statt. Ein neu angelegter Garten mit Laube und ergänzt das Angebot um einen Ort der Ruhe im Grünen. Die Besucher*innen berichten von informativen und persönlichen Führungen durch das engagierte Ehepaar, das das Museum heute betreut. Die Atmosphäre des Hauses, gepaart mit der Authentizität der Exponate, hinterlässt bei Gästen einen bleibenden Eindruck und wird in Bewertungen regelmäßig als besonders gelungen hervorgehoben.
Seit 2016 ist das Vermögen von Gisela Ackermann in Form einer Stiftung gesichert, deren Ziel es ist, Christinas Stube langfristig zu erhalten und für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. Die Räume des Museums sind größtenteils original erhalten und bieten einen anschaulichen Einblick in das Leben im ländlichen Rheinland-Pfalz vor über einem Jahrhundert. Die Besichtigung erfolgt in der Regel nach Terminvereinbarung, wobei Gruppen und Schulklassen explizit willkommen sind. Die Führung erlaubt einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Bereiche des Hauses, wobei die enge Begleitung durch das Museumspersonal für viele Besucher*innen einen besonderen Mehrwert darstellt.