Denkmal/Gedenkstätte

Försterkreuz

90537 Feucht

Highlights

  • Das Försterkreuz ist ein historisches Steinkreuz aus Sandstein im Feuchter Forst, etwa 1,8 km nordöstlich von Feucht.
  • Es wurde ursprünglich nahe der Firma Atotech aufgestellt und musste später für Industriegebäude verlegt werden.
  • Das Kreuz stammt um 1510 und soll nach einer Sage nach einem Förstersohn benannt sein, der hier durch einen Unfall starb.

Tipps

  • Festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Weg an der Schwarzach entlang verläuft und es stellenweise uneben sowie feucht sein kann.
  • Der Rundwanderweg bietet abwechslungsreiche Naturerlebnisse mit Felsformationen und Höhlenstrukturen, die besonders für Familien mit Kindern interessant sind.
  • Einkehrmöglichkeiten wie die Waldschänke bieten die Gelegenheit zur Erholung entlang der Tour.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Försterkreuz

Das Försterkreuz befindet sich im gemeindefreien Gebiet Feuchter Forst im Landkreis Nürnberger Land in Bayern. Es handelt sich um ein historisches Steinkreuz, das heute an einer Forststraßengabelung nördlich der Nordtangente steht, etwa 1,8 Kilometer nordöstlich des Marktes Feucht. Ursprünglich befand sich das Kreuz etwa einen Kilometer östlich von Feucht, nahe der heutigen Firma Atotech. Aufgrund des Industrieausbaus musste es an seinen heutigen Standort verlegt werden, wobei das ehemalige Forstamt Feucht maßgeblich zur Rettung des Denkmals beitrug. Seit 2017 verfügt der Standort über eine Informationstafel der Bayerischen Staatsforsten.

Das Kreuz besteht aus Sandstein und hat eine Höhe von etwa 115 Zentimetern, eine Breite von 55 Zentimetern und eine Tiefe von 30 Zentimetern. Der linke Arm des Kreuzes fehlt, und an der Vorderseite sind landwirtschaftliche Symbole – eine Pflugschar und ein Pflugsech – eingeritzt. Diese Einmeißelungen deuten auf eine mögliche Verbindung zur landwirtschaftlichen Nutzung oder zu einem Unfall im Zusammenhang mit einem Bauern hin. Beschädigungen am Kreuz entstanden vermutlich durch Schatzsucher, die einst vermuteten, Gold in der Nähe vergraben zu haben. Obwohl sie das Kreuz ausgruben, fanden sie nichts und sollen aus Wut das Steinrelief beschädigt haben.

Die Sage um das Försterkreuz erzählt von einem Förster, der seinen Sohn versehentlich erschossen haben soll. Diese Erzählung verlieh dem Kreuz seinen Namen. Die genaue Entstehungszeit wird auf etwa das frühe 16. Jahrhundert datiert. Das Kreuz gilt als eines von zahlreichen Steinkreuzen im Landkreis Nürnberger Land und ist ein Zeugnis mittelalterlicher Sühnetraditionen. Die Kombination aus historischer Bedeutung, landschaftlich reizvoller Umgebung und der Nähe zur Schwarzach macht den Standort zu einem sehenswerten Ausflugsziel. Mehrere Wanderwege in der Umgebung bieten die Möglichkeit, das Denkmal im Rahmen einer abwechslungsreichen Rundtour zu besuchen.

Die Wanderwege rund um das Försterkreuz führen entlang der Schwarzach und bieten landschaftliche Besonderheiten wie Felsformationen, Höhlenstrukturen und den Brückkanal. Besucher berichten von einer Vielzahl an Eindrücken, die sowohl für Wanderer mit Kindern als auch für Naturliebhaber attraktiv sind. Teilweise verläuft der Weg auf beiden Ufern der Schwarzach, was durch eine Brücke ermöglicht wird. Aufgrund der teilweise unebenen Wege wird festes Schuhwerk empfohlen. Mit einer Bewertung von 4,80 von 5 Sternen bei über 240 Bewertungen zählt das Försterkreuz zu den besonders gut bewerteten Kulturdenkmälern der Region.

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