Parks & Gärten

Steinkuhle und Hillmickebach

57482 Wenden

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Steinkuhle und Hillmickebach in Wenden umfasst 26,87 Hektar und schützt lichtbedürftige Tier- und Pflanzenarten.
  • Charakteristisch sind Birken-Eichenmischwälder, naturnahe Bachläufe und Feuchtgrünlandkomplexe im Südsauerländer Bergland.
  • Das Gebiet dient als wichtige Verbindungsfläche im Biotopverbund und beherbergt unter anderem das seltene Sumpf-Blutaug.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Steinkuhle und Hillmickebach ist besonders für Liebhaber artenreicher Laubwälder und naturnaher Bachläufe geeignet.
  • Kleine Feuchtgrünlandinseln im Hillmicketal bieten Lebensraum für standorttypische Artenvielfalt.

Eigenschaften

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Über Steinkuhle und Hillmickebach

Das Naturschutzgebiet „Steinkuhle und Hillmickebach“ liegt im südlichen Nordrhein-Westfalen, in der Gemeinde Wenden im Kreis Olpe. Es erstreckt sich entlang der bewaldeten Hänge des Lohkopfes und umfasst eine Fläche von rund 26,87 Hektar. Das Gebiet ist geprägt durch einen abwechslungsreichen Laubwaldkomplex sowie naturnahe Bachläufe und Feuchtgrünlandflächen. Es wurde rechtswirksam zum Naturschutzgebiet erklärt und dient seitdem dem Schutz standorttypischer Lebensräume und Artenvielfalt.

Im Zentrum des Schutzgebiets stehen ehemalige Niederwälder aus Birken- und Eichenmischbeständen, die durch frühere Waldnutzungsformen geprägt sind. Diese lichtdurchfluteten Waldbestände bieten Lebensraum für lichtliebende Tier- und Pflanzenarten. Charakteristisch für diese Lebensräume ist unter anderem das Vorkommen des selten gewordenen Haselhuhns, das noch in jüngerer Vergangenheit im Bereich brütete. Die Waldhänge sind nach Süden ausgerichtet und weisen eine besondere Eigenart und Schönheit auf, die sie im Rahmen des Naturschutzes besonders schützenswert macht.

Ein weiterer ökologischer Schwerpunkt des Gebiets ist das Hillmicketal mit seinem naturnahen Quellrinnsal und artenreichen Feuchtgrünlandinseln. Diese Bereiche werden extensiv beweidet und beherbergen unter anderem seggen- und binsenreiche Nasswiesen sowie kleinflächige Magerweiden. Im Bereich des Hillmickebachs finden sich zudem feuchte Brachflächen und ein quelltypischer Bachsiepen mit lockeren Erlenbeständen. Floristisch bemerkenswert ist das Vorkommen des Sumpf-Blutauges, das in diesen feuchten Lebensräumen anzutreffen ist.

Das Naturschutzgebiet erfüllt mehrere Schutzziele gemäß Landesnaturschutzgesetz: Es dient der Erhaltung des zusammenhängenden Laubwaldkomplexes, der naturnahen Fließgewässer und Feuchtgrünlandflächen sowie der Sicherung als Verbindungsraum im Biotopverbund. Aufgrund seiner erdgeschichtlichen Besonderheiten und der Seltenheit bestimmter Biotoptypen trägt das Gebiet zum Erhalt der regionalen Biodiversität im Südsauerländer Bergland bei. Prioritäre Schutzmaßnahmen umfassen die Pflege der Feuchtgrünlandbereiche sowie eine sensible Waldnutzung unter Berücksichtigung der ökologischen und kulturhistorischen Werte.

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