Naturschutzgebiet Bottsand
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Bottsand an der Kieler Außenförde ist seit 1961 von NABU geschützt und beherbergt seltene Strandbrüter.
- Durch Sandansammlung entstanden große Brutflächen, die heute durch Vegetationsentwicklung und Prädatoren bedroht sind.
- Jährliche Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune und Brutfeldpflege sind nötig, um den Bestand der Zwergseeschwalben zu sichern.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Bottsand ist leicht zu erreichen, sollte aber mit Respekt und Sorgfalt betreten werden, um die Brutvögel nicht zu stören.
- Ein Rundgang mit NABU lohnt sich, um mehr über die seltenen Strandbrüter und das Ökosystem der Nehrung zu erfahren.
- Der Zugang ist eingeschränkt, um den Tierschutz zu gewährleisten – Besucher halten sich bitte an die Hinweise vor Ort.
Eigenschaften
Über Naturschutzgebiet Bottsand
Das Naturschutzgebiet Bottsand liegt in der Gemeinde Wendtorf im Kreis Plön, Schleswig-Holstein, direkt an der Kieler Außenförde. Es zählt zu den bedeutendsten Brutplätzen für seltene Strandbrüter wie Zwergseeschwalben, Sandregenpfeifer, Küstenseeschwalben und Austernfischer. Seit 1961 betreut der NABU dieses Schutzgebiet und setzt sich dort aktiv für den Erhalt der gefährdeten Vogelarten ein. Ursprünglich war die Nehrung wesentlich kleiner, doch durch natürliche Sedimentation wuchs die Fläche auf etwa 35 Hektar an, was breite Strände, Dünen und wertvolle Lebensräume schuf.
Das NSG Bottsand ist besonders wegen seiner dynamischen Küstenlandschaft von großem ökologischen Wert. Die sich ständig verändernden Sand- und Schotterflächen bieten ideale Brutbedingungen für Strandvögel, während die dahinterliegenden Salzwiesen und Flachwasserzonen wichtige Nahrungsgründe für durchziehende Wasservögel darstellen. Um den empfindlichen Brutbestand zu schützen, besteht ein ganzjähriges Betretungsverbot. Dennoch wird das Gebiet durch ein Informationszentrum vor Ort erschlossen, das Besuchern Einblicke in die Besonderheiten des Schutzgebiets gibt und zur Akzeptanz des Naturschutzes beiträgt.
Die Brutbiotope bedürfen aufwendiger Pflege, da sich die Vegetation immer wieder zurückbilden muss, um offene Sandflächen für die Vögel zu erhalten. Zusätzlich werden Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune errichtet, um Füchse, Marder und andere Prädatoren fernzuhalten. Trotz dieser Bemühungen kam es in der Vergangenheit zu erheblichen Rückgängen bei den Brutpopulationen, was unter anderem auf den Verlust attraktiver offener Flächen sowie erhöhten Raubdruck zurückzuführen ist. Dennoch bleibt Bottsand ein wichtiges Refugium für hochbedrohte Küstenvögel und ein Beispiel für langjährige Naturschutzarbeit.
Das Naturschutzgebiet ist leicht zu erreichen und zieht sowohl Naturliebhaber als auch Tierbeobachter an. Obwohl der Zugang zum Schutzgebiet eingeschränkt ist, können Besucher den reizvollen Strand und die unberührte Natur genießen. Das klare Wasser der Außenförde, die weite Sandbank und die ruhige Lage machen Bottsand zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in der Region. Mit einem Durchschnittsnote von 4,7 von 5 Sternen bei über 100 Bewertungen gehört es zu den besonders gut bewerteten Naturschutzgebieten in Schleswig-Holstein.