Wallfahrtskapelle Liebfrauenbrunn
Eigenschaften
Über Wallfahrtskapelle Liebfrauenbrunn
Die Wallfahrtskapelle Liebfrauenbrunn liegt idyllisch im Welzbachtal, etwa zwei Kilometer süßlich der Stadt Werbach in Baden-Württemberg. Umgeben vom malerischen Landschaftsbild des Taubertals, erhebt sich die gotisch gestaltete Kapelle über dem Tal und lädt Besucher und Wallfahrer zu einem Ort der Ruhe und Besinnung ein. Bereits seit dem Mittelalter ist dieser Ort der Muttergottes geweiht, und das heilige Quellwasser unter der Kapelle genießt bis heute den Ruf, hilfreich bei Krankheiten – insbesondere Augenleiden – zu sein.
Die erste Kapelle am Liebfrauenbrunn entstand im 15. Jahrhundert als einfache Feldkapelle. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und an neue Bedürfnisse angepasst. Der heutige Bau aus rotem Taubertaler Sandstein wurde Anfang des 20. Jahrhunderts an gleicher Stelle errichtet, nachdem die Vorgängerkapelle aufgrund von Baufälligkeit abgetragen worden war. Die neue Kapelle wurde im gotischen Stil erbaut und erhielt eine erhöhte Lage über dem Bachlauf, was ihr nicht nur eine markante Präsenz verleiht, sondern auch den Zugang zum Quellwasser ermöglicht.
Im Inneren der Kapelle besticht vor allem der von Bildhauer Thomas Buscher geschaffene Gnadenaltar sowie das Deckengemälde von Maler Glassen aus Heidelberg, das Maria mit dem Jesuskind inmitten schützender Engel zeigt. Eine Glocke aus der ehemaligen Kirche von Gamburg schmückt den Turm und trägt eine Rokoko-Inschrift aus dem 18. Jahrhundert. Die sakrale Ausstattung wird ergänzt durch zahlreiche Exvoto-Tafeln, die Zeugnis von den Hilferufen und Erhörungen der Schmerzhaften Muttergottes geben. Ein Nebengebäude beherbergt eine Sakristei sowie Toiletten und trägt damit zur modernen Nutzbarkeit des Ortes bei.
Die Wallfahrtskapelle ist das ganze Jahr über geöffnet und ein beliebtes Ziel für Wanderer, Gläubige und alle, die einen Moment der Stille im Einklang mit der Natur suchen. Ein Spaziergang durch das anliegende Tal oder ein erfrischender Trunk aus der Quelle unter der Kapelle gehören genauso zum Besuch wie das Verweilen im Innenraum bei Kerzenschein. Die Kapelle wird regelmäßig von Wallfahrern aufgesucht, besonders zum Fest der Schmerzhaften Muttergottes am 15. September. Führungen können bei Bedarf über das Pfarramt organisiert werden.